Dinslaken: Unterstützung für die Lichtburg

Die Skizze zeigt das geplante Kino-Vorhaben mit technischem Rathaus und Parkhaus.
Die Skizze zeigt das geplante Kino-Vorhaben mit technischem Rathaus und Parkhaus.
Foto: Architekturbüro Hülsdonk + Partner
Was wir bereits wissen
Um den Neubau des Kinos stemmen zu können, hat sich Heidrun Grießer Partner aus der Branche ins Boot geholt. Die Stadt macht Zeitdruck.

Dinslaken..  Als Lichtburg-Chefin Heidrun Grießer vor ziemlich genau zwei Jahren ihre Pläne für den Neubau eines Kinos auf den Tisch legte, klang alles so fix, als würde schon bald der erste Vorspann über die neue Leinwand flimmern. Doch davon ist man derzeit noch ein Stück entfernt. Denn weil das Haus- und Hof-Geldinstitut der Lichtburg die Kredite für das neue Kino versagte, musste sich Heidrun Grießer auf die Suche nach einer neuen Finanzierung machen.

Dazu hat sie sich nun zwei Unterstützer ins Boot geholt, die anscheinend auch Geld in der Tasche haben und für Sicherheit stehen. Die Partner aus dem Kinobereich (Ausstattung und Betrieb) sollen „in einer ganz neuen Konstellation“ dafür sorgen, dass die Finanzierung unter Dach und Fach kommt. Dabei legen Heidrun Grießer und Tochter Heike Wert darauf, dass die Lichtburg ein „Familienkino mit Persönlichkeit“ bleibt, die Unabhängigkeit des Hauses wollen sie erhalten. „Der neue Verbund soll uns aber in eine bessere Position bei Verleih und Einkauf bringen, da ist man als kleines Kino alleine sonst schlecht dran“, sagt Heidrun Grießer.

Die Abmachungen mit den Unterstützern seien so gut wie in trockenen Tüchern - was für die Finanzierung des Vorhabens aber noch nicht gilt. In der kommenden Woche soll man bei einem Gespräch mit einer ortsansässigen Bank einen großen Schritt weiter kommen, hofft Grießer. Dann wird es auch langsam Zeit, denn die Geduld seitens der Stadt ist endlich: Im Dezember hatte die Verwaltung ihre Idee für einen großen Wurf präsentiert. Auf dem Areal an der Hans-Böckler-Straße/Otto-Brenner-Straße (alte Feuerwache hin zur Karlstraße) könnte ein Ensemble entstehen, in dem nicht nur das neue Kino mit derzeit geplanten sechs Sälen untergebracht ist, sondern auch ein neues Technisches Rathaus und ein Parkhaus.

Derzeit ist für das Technische Rathaus das Gebäude an der Hünxer Straße angemietet (Glaspalast), der Vertrag läuft aber Ende 2019 aus und soll nicht verlängert werden. Die Stadt sucht nach einer neuen Bleibe. Für die Planung und Errichtung eines neuen Gebäudes veranschlagt die Stadt vier Jahre, man müsste also bald damit beginnen, ein politischer Beschluss steht zudem noch aus. Soll das gemeinsame Vorhaben mit der Lichtburg klappen, muss Heidrun Grießer bis Ende April die Finanzierung sicherstellen, fordert Stadtplaner Dr. Thomas Palotz. „Wir denken, dass wir die Vorgaben der Stadt in angemessener Zeit erfüllen können“, erklärt dazu Heidrun Grießer.

Zum ersten Mal stellte Heidrun Grießer die Idee eines Kino-Neubaus im März 2013 vor, im Juni 2013 wurden dann die ersten Pläne vorgelegt.

Statt anfänglicher sieben Säle plant man nun mit sechs, zum Programm sollen u.a. Live-Übertragungen von Konzerten und Opern gehören.