Dinslaken: Stadt hofft auf Fördermittel

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Die Entwicklung derInnenstadt ist für Bürgermeister Dr. Michael Heidinger ein Dreiklang, bestehend aus Handelszentrum, kulturellem Zentrum und Mobilitätszentrum. Letzteres rückt in diesem Jahr in den Fokus.

Dinslaken..  Die Entwicklung der Dinslakener Innenstadt ist für Bürgermeister Dr. Michael Heidinger ein Dreiklang, bestehend aus Handelszentrum, kulturellem Zentrum und Mobilitätszentrum. Letzteres rückt in diesem Jahr in den Fokus: Es geht um den Bahnhof und sein Umfeld. Nachdem die Bahn signalisiert hatte, das heruntergekommene Gebäude selbst vorerst nicht sanieren zu wollen, hat man in der Stadtverwaltung „das Heft des Handelns in die Hand genommen“, so der Bürgermeister.

Der Plan: Die Stadt kauft das Gebäude, saniert es und vermietet es an die Bahn zurück. Da man hofft, hierfür Mittel aus Fördertöpfen des Landes zu bekommen, soll die finanzielle Belastung für die Stadt „nahe Null“ sein, so Heidinger. Obwohl das Vorhaben bereits im vergangenen Jahr konkretisiert wurde, ist man allerdings in der Sache noch nicht entscheidend weitergekommen. Erst Ende diesen Jahres könnte feststehen, wie hoch der Preis für den Bahnhof sein soll und ob eine Umsetzung des Plans realistisch ist.

Konkreter wird indes endlich der Bau des Aufzugs, den die Bahn eigentlich schon in 2015 realisieren wollte. Nun scheint es wenigstens mit der Umsetzung im kommenden Jahr zu klappen. Wie Bürgermeister Heidinger nach einem Gespräch mit der Bahn mitteilte, sind die Sperrzeiten für den Bau von April bis November 2016 beantragt. Es gibt also begründete Hoffnung, dass Reisende auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub nächstes Jahr ihre Koffer, Kinderwagen und Rollatoren nicht mehr die Treppe hinaufschleppen müssen. Die als Zwischenlösung angedachte Montage eines Treppenliftes, den Bauunternehmer Walter Hellmich finanzieren wollte, ist indes vom Tisch.

Die Genehmigung würde wahrscheinlich so lange dauern, dass ein Einbau des Liftes vielleicht erst kurz vor dem Aufzugbau möglich wäre. Zudem müsste auch für die Bedienung des Liftes Personal bereitgestellt werden. „Wir haben uns über dieses Angebot gefreut, aber es macht keinen Sinn“, erklärt Michael Heidinger. Die Hellmich-Gruppe will sich aber dennoch engagieren und spendet für die Finanzierung der Kofferträger bis zum Aufzugbau. „Der zugesicherte Betrag ist nennenswert und deckt etwa ein Drittel unseres Anteils an den Kosten für die Kofferträger“, so Kämmerer Dr. Thomas Palotz.

Weitergehen soll es auch mit der Entwicklung des Bahnhofsumfeldes. Das Eingangstor zur Stadt soll neue Sicht- und Wegebeziehungen sowohl in die Neustadt als auch in die Altstadt erhalten, damit Besucher und Kunden leichter in die City finden. Kein leichtes Unterfangen, da der Vorplatz zudem als Verkehrsknotenpunkt (Busse, Straßenbahn) erhalten bleiben soll. Ein Wettbewerb, bei dem das Konzept für die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes entwickelt wird, soll im Frühjahr gestartet werden. Damit der Siegerentwurf kein Luftschloss wird, sondern auch umgesetzt werden kann, will die Verwaltung in diesem Sommer den Förderantrag für die Stadtentwicklung bis 2020 stellen. Aus den hoffentlich dann bewilligten Mitteln soll zum Beispiel die Sanierung der Kathrin-Türks-Halle und eben auch die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes bezahlt werden.

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