Dinslaken: Neubau soll im Oktober fertig sein

Hier an der Thyssenstraße entsteht das sportmedizinische Zentrum.
Hier an der Thyssenstraße entsteht das sportmedizinische Zentrum.
Foto: Funke Foto Services
Physiotherapeut Marcel Piekarczyk baut an der Thyssenstraße ein sportmedizinisches Zentrum. Damit verwirklicht sich der 33-Jährige einen Traum.

Dinslaken..  Die Rodungsarbeiten haben begonnen, einige Bäume müssen noch gefällt werden. Dann rücken die Bagger an, die Baugrube ist schon abgesteckt. Auf dem Gelände an der Thyssenstraße entstehen bis Oktober ein Neubau und Parkplätze. Hier verwirklicht sich Marcel Piekarczyk einen Traum, seinen Traum von einem eigenen Sportmedizinischen Zentrum.

Der 33-jährige Dinslakener, der selbst viele Jahre als Handballer gespielt hat, will mit seinem Team und seinem Konzept die guten Ansätze eines Rehazentrums und eines Fitness-Studios verbinden. Das Zentrum, das Patienten und Mitgliedern zur Verfügung steht, vereint einen kompletten und ganzheitlichen Behandlungs- und Betreuungsansatz aus Osteopathie, Sportmedizin, Physiotherapie und einem Trainingscenter mit einem neuartigen Trainingskonzept, erklärt Marcel Piekarczyk. Um die Patienten und Mitglieder vollends fit zu machen bzw. zu halten und sie bis zur vollständigen Genesung zu begleiten, durchlaufen sie alle Abteilungen in entsprechender und individueller Ausrichtung. Jeder werde sehr individuell betrachtet und ausgetestet. Es werde geschaut, wo hat der Patient seine Schwäche und seine Stärken. Daraus leitet sich anschließend das individuelle Trainingsprogramm ab.

Zwei Trakte

Die Pläne werden auf einem rund 6200 Quadratmeter großen Grundstück umgesetzt. Rund 1000 Quadratmeter wird das Zentrum einnehmen, das aus zwei Trakten besteht: aus der sportmedizinischen Abteilung und dem Trainingsbereich, mit den unterschiedlichen Geräten. Hinzu kommen noch Umkleideräume, Duschen und Büros für Trainer. Später soll noch ein Sauna-Trakt angebaut werden.

Seit Juni 2011 ist Marcel Piekarczyk mit seinem Team in Dinslaken. Die Praxis an der Kreuzstraße, gegenüber dem Evangelischen Krankenhaus wird aufgegeben, wenn der Neubau bezugsfertig ist. Dass man die Nähe zu den Krankenhäusern aufgibt, sei kein Problem. Die hätten sowieso ihre eigenen physiotherapeutischen Abteilungen, davon hätte man als Praxis nicht profitiert.

Kontakte zu Sportvereinen

Vielmehr von den Kontakten zu Sportvereinen. Die Kooperation mit Vereinen wie dem MTV Rheinwacht Dinslaken will Piekarczyk weiter ausbauen. Und er hat schon seine Fühler zum Tusem Essen ausgestreckt. Zwei Jahre war der Dinslakener als leitender Physiotherapeut für die Kicker des MSV Duisburg zuständig.

Nicht ganz einfach war die Suche nach einem passenden Grundstück. „Ich habe im Februar 2014 angefangen, mich umzusehen“, berichtet Piekarczyk, der dabei tatkräftig von der städtischen Wirtschaftsförderung unterstützt wurde. Eines war für den 33-Jährigen klar: Sein sportmedizinisches Zentrum errichtet er nur in Dinslaken, eine andere Stadt kam für ihn nicht in Frage.

Nun kann das Projekt realisiert werden, das vom Architekten Werner Lietz aus Gladbeck gestaltet und umgesetzt wird. Der Umzug in die neuen Räume ist auch mit einem Ausbau des Teams verbunden. Vom Start an werden sechs weitere Arbeitsplätze geschaffen. „Tendenz steigend“, sagt Marcel Piekarczyk, zu dessen Team zurzeit sieben Angestellte gehören.

1,6 Millionen Euro werden investiert

Die ersten Arbeiten sind auf dem Grundstück am 5. Februar durchgeführt worden. Im Herbst diesen Jahres soll das Projekt, bei dem 1,6 Mio. Euro investiert werden, abgeschlossen sein.

Marcel Piekarczyk ist seit 2006 Physiotherapeut und hat 2014 sein Osteopathie-Studium abgeschlossen. Nun schreibt er seine Doktorarbeit.