Dinslaken: Mit Flower Power und Stadtlieblichkeit

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Was wir bereits wissen
Bei der Prunksitzung der KG Rot-Gold sorgten eigene Akteure und Gäste auf der Bühne für ausgelassene Stimmung. Die „Kichererbsen“ begeisterten mit ihrem Gardetanz.

Dinslaken/Duisburg..  Pünktlich um 20.11 Uhr zog die Karnevalsgesellschaft Rot-Gold Dinslaken am Samstagabend mit Helau, Kamelle und Konfettifontänen in den vollbesetzten Saal der Gaststätte Opgen-Rhein „Zum Johanniter“ in Walsum ein. Sitzungspräsidentin Christa Kittner freute sich, dass so viele Narren zur Prunksitzung gekommen waren und dass die KG Rot-Gold wieder eine Bühne habe, auf der sie sich austoben könne. Stadtlieblichkeit Manuela I. forderte das Publikum auf: „Rockt die Bude!“ Das ließen sich weder Akteure noch Zuschauer zweimal sagen und feierten „Mit Flower Power und Stadtlieblichkeit in die fünfte Jahreszeit“.

Bereits das Tambourkorps Voerde brachte gute Stimmung in den Saal – bei Liedern wie „Viva Colonia“ und „Wenn das Trömmelchen geht“ sangen und klatschten die Jecken, von denen einige das Motto der Sitzung auch in ihrem Kostüm umgesetzt hatten, mit. Viel Unterstützung erfuhren auch die kleinsten Narren auf der Bühne: Lange tanzt die junge Formation noch nicht zusammen, aber die „Kichererbsen“ begeisterten mit ihrem Gardetanz. Kein Wunder, dass die sieben Mädchen die erste Rakete des Abends bekamen.

Als Stimmungskanonen erwies sich die verrückte Prinzencrew des Karnevalsvereins Obermarxloh.

„Westerland“ und „Rittertorlied“

In Anspielung auf das ausschließlich männliche Dreigestirn in Köln sangen die drei Damen zur Melodie von „Westerland“ von den Ärzten, dass Prinzsein nicht nur was für Männer sei – Ruhrpottmädels könnten das genauso gut. Recht haben sie, ihre humorvollen Lieder machen einfach Spaß. Genauso wie das „Rittertorlied“. Gisela van Lierop verband darin Historie, Lokalkolorit und natürlich die Liebe, ein Lied, das mal in träumerischen Erinnerungen schwelgt und dann wieder schwungvoll daher kommt und das Publikum mitreißt.

Bei einer Prunksitzung darf auch die Büttenrede nicht fehlen. Chefsekretärin Fräulein Blümchen (Ingrid Peters) erzählte von den kleinen Fettnäpfchen, in die man bei Bewerbungen und im Berufsalltag so stolpern kann – da kann es bei der Frage, wie viel Anschläge sie schaffe, schon mal zu Verwirrung kommen: „Suchen Sie eine Sekretärin oder eine Terroristin?“ So manche Wortspiele und Doppeldeutigkeiten brachte auch der Sketch von „Kata & Strophe“ (Monika Kallenberg und Christa Kittner) mit sich.

Nur ihre Beine zeigten die jungen Damen von „CocoLores“ – und ließen sie als gelbe Minions zu „Happy“ tanzen. Außer den Burgladies wirbelten auch Renate und Wilhelm Schneider über die Bühne. Mit seiner witzigen und dynamischen Choreografie zu „Atemlos“ begeisterte das Paar die Zuschauer, die prompt eine Zugabe forderten. Einer der Höhepunkte des Abends. Ebenso wie die Rot G-Oldies, die mit ihren Liedern von Schlager bis Nena dem Publikum einheizten und für Stimmung sorgten. Ein buntes Programm, mit dem die Jecken gelungen in die Session starteten.