Dinslaken: Mehr Engagement für Flüchtlinge

Die Kapazitäten der Fliehburg sollen erweitert werden.
Die Kapazitäten der Fliehburg sollen erweitert werden.
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Fliehburg wird erweitert, Caritas erhält Geld für zusätzlichen Hausmeister und soziale Betreuung.

Dinslaken..  Ohne Gegenstimme hat der Rat der Stadt Dinslaken am Dienstagabend beschlossen, die Situation für Flüchtlinge, die in Dinslaken Schutz suchen, zu verbessern. Im Übergangsheim Fliehburg, in dem zum Stichtag 8. Januar 320 Personen untergebracht waren, sollen vier Gebäude so hergerichtet werden, dass dort 120 zusätzliche Menschen leben können.

Das ist notwendig, weil der Zustrom ausländischer Flüchtlinge seit 2014 unvermindert anhält. Wurden der Stadt Dinslaken in 2013 noch 103 Personen zugewiesen, waren es im Jahr 2014 bereits 172. Das Land geht für das Jahr 2015 von einer weiteren Steigerung um etwa 10 Prozent aus, was ca. 190 weitere Flüchtlinge bedeutete.

Durch das zusätzlich zur Verfügung stehende Areal an der Fliehburg, das bisher von der RAG genutzt wurde, besteht die Möglichkeit, weitere Gebäude für Wohnzwecke nutzen zu können. Stadtverwaltung und Caritas empfahlen gemeinsam, die Gebäude Hessen (80 000 €), Oldenburg (80 000 €), Ostpreußen (230 000 €) und Haus 1 (100 000 €) so herzurichten, dass dort insgesamt 120 Personen Platz finden. Durch die bereits beschlossenen Ersatzbauten für die Häuser 6 und 8 kommen in diesem Jahr weitere 60 Unterbringungsmöglichkeiten hinzu.

Einschließlich einer Vermittlung in verschiedene Mietwohnungen, die derzeit auf dem freien Markt gesucht werden, hofft die Stadt, den Bedarf für 2015 decken zu können. Inklusive Bauherrenvertretung, für die die Caritas 10 Prozent der Bausumme erhält, werden für den Fliehburg-Ausbau maximal 539 000 Euro in den Haushalt eingestellt (nach Abrechnung).

Ebenfalls ohne Gegenstimme beschloss der Rat, der höheren Zahl der Flüchtlinge durch eine Aufstockung des Personalbudgets nachzukommen. Der Caritas werden für einen zusätzlichen Hausmeister sowie für die sozialarbeiterische Betreuung der Bewohner jährlich ca. 90 000 Euro erstattet.