Dinslaken: Lebenshilfe könnte mit Café in die Stadthalle einziehen

Die Lebenshilfe könnte mit einem Café in die Kathrin-Türks-Halle einziehen.
Die Lebenshilfe könnte mit einem Café in die Kathrin-Türks-Halle einziehen.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Letzter Interessent für eine Dauergastronomie in dem Gebäude ist abgesprungen. Denkbar ist eine Bistro-Lösung im Sinne der Inklusion.

Dinslaken..  Der Traum, dass die Kathrin-Türks-Halle (KTH) nach ihrer Sanierung ein festes Gastronomieangebot für Halle und Burgtheater bekommt, scheint ausgeträumt. Stattdessen könnte möglicherweise die Lebenshilfe mit einem Café/Bistro in die Stadthalle einziehen.

Eigentlich war es politischer Wunsch, dass ein Wirt in die Stadthalle einzieht, eine Gaststätte betreibt und außerdem für Veranstaltungen in der Halle sowie im Burgtheater verantwortlich ist. Doch nach Auskunft der Stadtverwaltung ist die Brauereigruppe, die zuletzt noch alleine ein solches Konzept mit Anbau eines neuen Wintergartens interessant fand, mittlerweile davon zurückgetreten, da ein dauerhaft wirtschaftlich zu führender Betrieb als nicht realisierbar angesehen wurde. Zudem gab es laut Stadtverwaltung keinen Interessenten, der das Konzept der Brauerei-Gruppe als Betreiber umgesetzt hätte.

Die Verwaltung habe danach weitere Gespräche mit Experten, unter anderem vom Hotel- und Gaststättenverband, geführt. In diesen Gesprächen sei deutlich gemacht worden, dass eine Kombination der Führung eines Gastronomiebetriebes in der KTH mit dem veranstaltungsbezogenen Catering in der Halle sowie dem Burgtheater für nicht sinnvoll gehalten wird. Die beiden Gastronomiebereiche stellten zu unterschiedliche Anforderungen, um diese professionell und dauerhaft wirtschaftlich innerhalb eines Betriebes erfüllen zu können. Auch die Möglichkeit der Ansiedlung einer sogenannten Systemgastronomie (Franchise-Betriebe) wurde als wenig aussichtsreich angesehen, da diese Betriebe in der Regel einen deutlich höheren Flächenbedarf hätten.

Bei weiteren Gesprächen kam man dann auf die „Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e.V. Dinslaken“, die ohnehin interessiert sei, im Innenstadtbereich ein Café zu eröffnen. Der Vorschlag, ein solches Angebot in der Kathrin-Türks-Halle einzurichten, sei bei der Lebenshilfe auf offene Ohren gestoßen. Denkbar wäre ein Frühstücks- oder Bistro-Angebot, in das behinderte Menschen einbezogen werden, zum Beispiel im Servicebereich. Der Inklusionsgedanke spielt dabei eine zentrale Rolle. Ein umfangreiches Gastronomieangebot (wie etwa im Restaurant „Der kleine Prinz“ in Duisburg) soll es aber nicht geben, auch die Bewirtung in der Stadthalle schließt die Lebenshilfe in ihren Überlegungen derzeit aus.

Die Lebenshilfe will ihre Vorstellungen im Sommer konkretisieren, möchte von der Stadtverwaltung möglichst frühzeitig in die Planungen einbezogen werden.