Dinslaken: Fantastival mit Rekord

Rappelvoll war das Burgtheater, als  Gentleman auftrat.
Rappelvoll war das Burgtheater, als Gentleman auftrat.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
13 080 Besucher wollten die Veranstaltungen im Burgtheater und im Burginnenhof sehen. Vier Abende waren ausverkauft. Einer sogar mehr als das.

Dinslaken..  Mit einem neuen Besucherrekord und einem Mix, der zwischen „Februar-Wetter“ und warmen Sommerabenden fast alles zu bieten hatte, was einem Open Air Festival widerfahren kann, endete das Fantastival Dinslaken am Samstagabend mit der Sommernacht des Musicals. Hinter den Zuschauern und dem ehrenamtlichen Team der Freilicht AG liegt eine aufregende Woche mit einigen Momenten, die in die Annalen des Festivals eingehen werden. So wird der Abend mit Jochen Malmsheimer wohl unvergesslich bleiben, der aufgrund hoher Ticketnachfrage vom Burginnenhof (wo ein Fallschirm Schutz vor Regen bietet) ins Burgtheater verlegt wurde, wo es dann derart schüttete, dass Malmsheimer das durchnässte Publikum für den zweiten Teil des Abends auf die Bühne holte.

Es war ein ungewöhnlicher Fantastival-Montag. Und über die vergangenen 17 Jahre gesehen, eigentlich ein mehr als unwahrscheinlicher. Denn meistens war dieser Wochentag der Ruhetag des Festivals. In diesem Jahr jedoch wurde vom ausverkauften Affentheater-Freitag bis zum ausverkauften Musicalsamstag durchgespielt: 13 080 Zuschauer zählte Lea Eickhoff, vier Abendveranstaltungen waren ausgebucht. Mehr als das sogar in einem Fall.

Ausnahmeregelung bei Gentleman

Für das Konzert von Gentleman gab es eine Ausnahmeregelung: 2200 Zuschauern wurde der Eintritt ins Burgtheater gestattet. Der Reggae-Abend wurde dann auch zum persönlichen Highlight der Hauptamtlichen der Freilicht AG. „Das war schon so ein Moment“, hängt sie den Erinnerungen an das Konzert nach und präzisiert: „Es waren alle Altersgruppen vertreten, auch viele Jugendliche. Der Abend zeigte, dass man auch diese Zielgruppe mit dem Fantastival erreichen kann.“

Lea Eickhoff wird deshalb auch im nächsten Jahr versuchen, Künstler nach Dinslaken einzuladen, die generationsübergreifend ansprechen. Bis dahin bleibt die Erinnerung an Herbert Knebels Hymne an die Currywurst und Milows Begeisterung für Dinslaken. Konstantin Weckers Lieder, die den Regen vertreiben und Beethovens Es-Dur-Septett, um das das Berolina Ensemble eine komplette Junge Sommernacht der Klassik baute. Wladimir Kaminers Tochter, die gerade Abitur gemacht hat. Und, und, und.

Der Termin für das Fantastival 2016 steht schon fest: 15. bis 23. Juli, in den Ferien, aber nach der Fußball-EM. Die 300 Karten für die Sommernacht des Musicals, die am Samstag zum Sonderpreis verkauft wurden, waren übrigens schon vor der Pause vergeben. Der Vorverkauf, auch im Dinslakener Pressehaus, Friedrich-Ebert-Straße 40, läuft.