Dinslaken: Eine Chance für junge Talente

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Zur Show „Ein Abend mit...“ betraten vier Comedians die Bühne im Sapphire am Altmarkt und servierten ihrem Publikum Stand-Up-Comedy.

Dinslaken..  Die Tische im Café und Restaurant Sapphire am Altmarkt sind gut gefüllt, als Moderator Tim Perkovic ans Mikrofon tritt. Zum ersten Mal begrüßt er zur Show „Ein Abend mit...“ das Publikum in Dinslaken. Allerdings ohne Moderatorin Katharina Pudelko, die wegen einer schweren Erkältung nicht mit ihm auf der Bühne stehen kann. Dafür hat der Moderator einige Comedians mitgebracht, die das Publikum im Sapphire unterhalten sollen.

Den Auftakt macht Sertaç Mutlu aus Köln, der bereits in der Comedysendung „Nightwash“ zu sehen war und beim Nightwash Talent Award den zweiten Platz belegte. Der 27-Jährige spielt auf der Bühne mit Klischees. „Niemand kann meinen Namen richtig aussprechen“, beklagt er sich. So wird er gerne mal „Sanchez Moglu“ genannt. „Das hört sich an, wie ein spanischer Pornodarsteller“, kommentiert der Comedian. Dann redet er über Beziehungsprobleme, Vorurteile und seinen Bauch. „Ein Mann ohne Bauch ist wie ein Haus ohne Balkon – ich habe eine Terrasse“, erklärt er zum Vergnügen des Publikums.

Oliver Markstädter, „der einzige Russe, der Oliver heißt“, philosophiert da lieber über die Verwendung von Wodka. „Die meisten Wodkasorten sind nach Politikern benannt. Denn wir Russen sind schlau und wissen, dass Politiker Flaschen sind“, erklärt er. Gelächter im Publikum, obwohl sich der Mann mit dem russischen Akzent hier und da ein wenig verhaspelt. Aaron Rodriguez pustet einfach mal durch seine geöffneten Lippen. „Das war die Imitation einer Schlange ohne Zähne“, erklärt er dem Publikum. Dann erfindet er teils skurrile Geschichten, über Zigaretten, die nachts zum Leben erwachen und ihn mit dem Messer bedrohen oder seinen Opa, der „eigentlich ein Rassismus-Fan ist“.

Den Auftritt des Abends legt allerdings Thomas Schmidt aus Solingen hin. Mit einer hohen Dichte an Gags und flotten Sprüchen, mit denen er sich besonders gerne selbst auf den Arm nimmt, punktet der Stand-Up-Comedian beim Publikum. Egal, ob es um seinen mangelnden Bartwuchs geht („Ich habe die Gesichtsbehaarung eines achtjährigen Mädchens“) oder vermodertes Gemüse in seinem Kühlschrank („Ich habe Lebensmittelhospiz an die Tür geschrieben“). Die Witze zünden. Am Ende gibt es vom überwiegend jungen Publikum reichlich Applaus für die vier Comedians und den Moderator.