Dinslaken: Auf der Suche nach neuen Bahnen

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Was wir bereits wissen
Angefangen bei der Dampflokomotive über Güterzüge bis zum modernen ICE gab es nahezu alles im detailgetreuen Miniaturformat.

Dinslaken..  Zu einem Paradies für Liebhaber von Modelleisenbahnen wurde am Ostermontag das Tribünenhaus der Trabrennbahn. Denn hier drehte sich auf dem Modellspielzeugmarkt fast alles auf die Miniaturen auf Schienen. „Der Hauptschwerpunkt liegt hier auf Modelleisenbahnen und den passenden Autos und Dekomaterialien“, erklärt Aussteller Heinz-Georg Clewinghaus. Er ist einer von 25 Ausstellern, die hier ihre Waren dem geneigten Publikum ausstellen. „Es war heute Morgen schon voller, als wir gedacht hätten“, erklärt Clewinghaus. „Das Wetter ist gut für uns. Bei strahlendem Sonnenschein wären am Ostermontag wohl nicht so viele Menschen hergekommen“, sagt er.

Bei grauem Himmel und Nieselregen kann man sich als leidenschaftlicher Modelleisenbahner auf die Suche nach neuen Miniaturlokomotiven begeben. Und die gibt es hier in allen möglichen Varianten zu kaufen. Angefangen bei der Dampflokomotive über Güterzüge bis zum modernen ICE gibt es hier nahezu alles im detailgetreuen Miniaturformat. Die Maßstäbe sind dabei ebenso unterschiedlich, wie die Preise. Von kleinen Häusern, Bahnhöfen und Landschaftsdekoration wie Bäumen und Sträuchern, die für einige Euro den Besitzer wechseln, bis hin zum Großmodell mit Klangeffekten für 800 Euro ist hier alles möglich im Angebot.

Da fällt es nicht schwer, etwas für die heimische Modelleisenbahn-Anlage zu finden. Auch Ralf Peters aus Kamp-Lintfort ist schon fündig geworden. „Ich habe nur eine sehr kleine Anlage zuhause“, erzählt er. Auf einer Fläche von zwei Metern mal 40 Zentimetern drehen seine Züge in einer Schlaufe ihre Kreise. „Ich kaufe trotzdem immer wieder etwas ein. Das wird dann in Kisten eingelagert, bis ich genug Platz für eine große Anlage habe“, berichtet er. Regelmäßige Treffen mit anderen Modellbahn-Freunden stehen bei ihm trotzdem auf dem Plan. Genauso, wie Bastellarbeiten an den heimischen Modellen. „Ich bin damit schon eine Stunde pro Abend beschäftigt“, erzählt er.

Mit seinen 35 Jahren gehört Sebastian Frölich aus Emmerich zu den jüngeren Besuchern, die sich auf der Ausstellung tummeln. „Meistens verliert man mit 15 oder 16 das Interesse an dem Hobby und entdeckt es dann wieder, wenn man Platz und Geld hat“, sagt er. Er selbst baut sich gerade eine neue Modellbahn-Anlage auf und ist dafür auf der Suche nach neuen Materialien. „Man sollte die Sachen Schritt für Schritt kaufen. Sonst besteht die Gefahr, dass man sich verrennt.“ So nimmt er heute erstmal ein paar neue Gleise mit für sein heimisches Modellbahnprojekt. „Wenn die Anlage fertig ist, dann wird sie den ausgebauten Dachboden in Beschlag nehmen“, erzählt er mit einem Leuchten in den Augen. Das Hobby scheint in jedem Alter faszinierend zu sein.