Die Suche nach der Verantwortung

Dinslaken..  Wer auch immer Bereitschaft zeigt, der Sparkasse unterstützend zur Seite zu stehen, will zuerst die Frage aller Fragen beantwortet wissen: Wer hat die Verantwortung für die Lage? Schließlich will man gemachte Fehler für die Zukunft ausgeschlossen wissen. Laut Verwaltungsratsvorsitzendem Michael Heidinger seien die problembehafteten Kredite, die später unter anderem aufgrund von niedrigeren Neubewertungen zur Aufzehrung des Kapitals geführt hatten, über einen langen Zeitraum hinweg vergeben worden. „Es gibt keine Klumpenrisiko“, so Heidinger, die betreffenden Kredite seien „zum Teil Jahrzehnte alt“. Über zehn Jahre hinweg trug als Vorstandsvorsitzender Ulrich Schneidewind die Verantwortung, bevor er 2012 zur Sparkasse Duisburg wechselte. Jürgen Stackebrandt, vorher Schneidewinds Vize, wurde Vorsitzender, trat im Herbst in den Ruhestand.

Die letzte Wertberichtigung „im deutlich zweistelligen Millionenbereich“ hatte es 2010 gegeben, danach wurden Kredite nach strengeren Richtlinien vergeben. Vorher seien die Kennzahlen trotz Kreditlastigkeit gut, die ernste Lage nicht darstellbar gewesen, beteuert Heidinger. Der danach eingeschlagene Konsolidierungskurs, in dessen Rahmen Kreditrisiken im dreistelligen Millionenbereich abgebaut worden seien, habe aber leider nicht dazu geführt, die Erträge steigern zu können - auch aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase. Der Verwaltungsrat werde für die Lage „die volle politische Verantwortung übernehmen“, so Heidinger.