„Die Idee“ zum Krimi-Wettbewerb

Voerde..  Gemeinsam hatten die Buchhandlung Lesezeit! und die Lokalredaktion der NRZ im Oktober zum 1. Voerder Krimiwettbewerb aufgerufen. Zahlreiche Autoren schickten ihre vier Seiten langen kriminell angehauchten Kurzgeschichten ein. Die einzigen Bedingung: Die Geschichte durfte nicht länger als vier DIN-A4-Seiten sein und die ersten Sätze der Geschichte waren – per Aushang im Schaufenster der Buchhandlung – fest vorgegeben. Am Ende ermittelte die Jury Kai Sommerig als den Sieger des Wettbewerbs. Für seinen Sieg bekam er von Buchhändlerin Sabine Friemond-Kund, der Inhaberin der Lesezeit!, im Rahmen der Voerder Kriminacht in der Volksbank-Lounge den Autorenpreis überreicht.

„Uns erinnerte seine Kurzgeschichte an die Erzählungen eines Edgar Allan Poe: psychologisch, unheimlich, ironisch“, begründete Jury-Mitglied und NRZ-Mitarbeiterin Bettina Schack die Entscheidung für die Preisverleihung an Kai Sommerig. Der bekam die Gelegenheit, seine Krimi-Kurzgeschichte direkt den Besuchern der Voerder Kriminacht in einer kurzen Lesung vorzustellen.

„Das ist meine erste Lesung. Ich hoffe, Sie sehen mir Fehler nach“, begrüßte der Gewinner des 1. Voerder Krimiwettbewerbs seine Zuhörer und begann aus seiner Geschichte „Die Idee“ zu lesen. Seine persönlicher Einfall für die Kriminalerzählung: Den Wettbewerb selbst als Aufhänger nehmen. Und so wird ein Autor, der unter einer Schreibblockade leidet, zum Mörder, weil er einem anderen Wettbewerbsteilnehmer seinen Einfall für eine Geschichte stehlen möchte. Einfallsreich, düster und auch ein wenig blutig – und damit auch nahe am Geschmack des Voerder Kriminachtpublikums. Die Besucher spenden dem Wettbewerbssieger und seiner Geschichte Applaus. Beifall gibt es auch von der Couch, auf der die bei der Kriminacht lesenden Kriminalautoren Platz genommen haben.