Dezernentin: Sechs Züge „rein mathematisch“ möglich

Voerde/Hünxe..  Mit 115 Anmeldungen für die fünften Klassen der Gesamtschule geht Hünxe „gesichert“ in die Vierzügigkeit, wie es gestern Hauptamtsleiter Klaus Stratenwerth formulierte. Wie berichtet, lautet die Vorgabe, dass eine neu gegründete Schule eine bestehende nicht gefährden darf. Das Ergebnis des Anmeldeverfahrens entspreche den Erwartungen, erklärt Stratenwerth. Mit 22 Anmeldungen rekrutiert sich fast ein Zug in Hünxe aus Voerder Schülern.

In den fünften Klassen von Gesamtschulen gilt wie im Fall von Realschulen und Gymnasien bei den Klassengrößen eine generelle Bandbreite von je 25 bis 29 Schülern. Ausgehend von diesen Zahlen müsste es „rein mathematisch“ möglich sein, bei 162 Anmeldungen von Voerder Kindern an der neuen Gesamtschule sechs Züge (sechs Klassen à 27 Schüler) zu bilden, wie Voerdes Schuldezernentin Simone Kaspar erklärt. Sie betont jedoch, dass es zunächst das formale Abstimmungsverfahren mit der Bezirksregierung und den Nachbarkommunen Hünxe, Dinslaken und Wesel abzuwarten gelte.

Im nächsten Schritt wird das Vorbereitungsteam zur Neugründung der Gesamtschule Voerde installiert, das sich an die weitere schulkonzeptionelle Arbeit macht. Zu seinen vielfältigen Aufgaben gehört neben den Themen Lernkonzept und Lehrbücher etwa auch die Bildung der Klassen, wie Kaspar ausführt. Des weiteren soll zeitnah die Schulleiterstelle ausgeschrieben werden. Für die Zusammensetzung der Lehrerschaft zeichnet auch die Bezirksregierung verantwortlich.

Nach den Osterferien plant die Stadt Voerde, einen Workshop für die Eltern anzubieten, deren Kinder die neue Gesamtschule nach den Sommerferien besuchen werden. Dabei geht es etwa um die Frage, ob über den für Montag, Mittwoch sowie für Donnerstag vorgesehenen Nachmittagsunterricht hinaus auf Seiten der Elternschaft ein Betreuungsbedarf besteht.