Der Unterschied ist zu hören

Die Stadt Dinslaken hat drei Elektro-Smarts angeschafft. Die Mitarbeiter der Verwaltung können damit Dienstfahrten unternehmen. Das umweltfreundliche Trio präsentieren Kämmerer Dr. Thomas Palotz (v.l.n.r.),  Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und Klimaschutzbeauftragter Rüdiger Wesseling.
Die Stadt Dinslaken hat drei Elektro-Smarts angeschafft. Die Mitarbeiter der Verwaltung können damit Dienstfahrten unternehmen. Das umweltfreundliche Trio präsentieren Kämmerer Dr. Thomas Palotz (v.l.n.r.), Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und Klimaschutzbeauftragter Rüdiger Wesseling.
Foto: FunkeFotoServices
Was wir bereits wissen
Die Stadt hat drei Elektrofahrzeuge angeschafft. Die Smarts werden für Dienstfahrten eingesetzt und sollen andere Autofahrer auf den Geschmack bringen.

Dinslaken..  Läuft der Motor? Ja, er läuft. Und das Gaspedal muss nur ein bisschen gedrückt werden, schon setzt sich der kleine Flitzer in Bewegung. Zügig klettert die Nadel des Tachos auf 40, 50 Stundenkilometer. Ganz schön flott, dieser Smart, der allein durch einen Elektromotor angetrieben wird. Die Stadt hat drei dieser Fahrzeuge angeschafft. Sie stehen ab nächster Woche den Verwaltungsmitarbeitern für Dienstfahrten zur Verfügung.

Von außen ist kein Unterschied zu erkennen, auch innen sieht alles wie bei einem vergleichbaren Wagen mit Verbrennungsmotor aus. Aber auf dem Kennzeichen dokumentiert ein großes „E“ hinter den Ziffern den Unterschied. Der zusätzliche Buchstabe macht deutlich, das ist ein Elektrofahrzeug. Dafür musste allerdings die Straßenverkehrsordnung geändert werden. Und das könnte sich in Zukunft auszahlen. Wie Bürgermeister Dr. Michael Heidinger bei der Präsentation der Fahrzeuge im Burginnenhof berichtete, sei geplant, dass E-Fahrzeuge in Dinslaken kostenlos parken dürfen. Dafür ist allerdings ein Ratsbeschluss notwendig, der noch folgen soll.

Mit den drei E-Smarts vergrößert sich die Flotte der Stadt und der Stadtwerke auf fünf Elektrofahrzeuge. Zwei sind bereits seit September 2014 im Einsatz. Ein Auto, ein Nissan Leaf, kann an den Wochenenden über das Car-Sharing-Angebot „Ruhrauto e“ angemietet werden. Wie Rüdiger Wesseling, Klimaschutzbeauftragter der Stadt sagt, sei die Nachfrage an diesem Angebot aber gering.

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Mit den drei umweltfreundlichen City-Flitzern will die Stadt Werbung machen, andere Autofahrer auf den Geschmack bringen. Damit mehr E-Fahrzeuge auf den Dinslakener Straßen zu sehen sind, müsse eine Infrastruktur vorhanden sein. So planen die Stadtwerke, drei weitere Ladestationen zu installieren.

Für Dienstfahrten eignen sich die Fahrzeuge, die mit einer voll geladenen Batterie 100 Kilometer weit kommen, so Kämmerer Dr. Thomas Palotz. Zudem verfügen die Autos über eine Energierückgewinnung. Tritt der Fahrer auf die Bremse, wird die Batterie aufgeladen, erläutert der Klimaschutzbeauftragte. Damit komme man problemlos durch die Stadt. Aber auch Fahrten nach Duisburg wären möglich, da sich dort Ladestationen befinden.

Seit dem Herbst setzt auch die Firma „Swim & Sweat“ Schwimmbad- und Saunatechnik ein Hybrid-Fahrzeug ein. Allein mit dem Elektroantrieb würde der Audi 40, 50 Kilometer weit kommen, erklärt Inhaber und Geschäftsführer Christian Piechel. Dann müsse der Wagen an die Steckdose. Beim Fahren merke er einen enormen Unterschied zu einem Verbrennungsmotor:. „Man hört nichts, nur die Abrollgeräusche.“ Flott sei der Wagen auch. Ganz überzeugt ist er von den Elektromotoren aber nicht. „Der Strom aus der Steckdose ist ja auch nicht umsonst.“ Und da wäre noch die geringe Reichweite.