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SchulKinoWochen

Der Kinosaal als Klassenraum

07.02.2012 | 18:30 Uhr
Der Kinosaal als Klassenraum
Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   THG-Schüler diskutierten mit Adnan Köse und einigen Darstellern über den Film „Homies - Greif nach den Sternen“.

Gestern lief im Rahmen der bundesweiten „SchulKinoWochen“ der Film „Homies - Greif nach den Sternen“ von Adnan Köse in der Lichtburg. Gut 200 Schüler der Jahrgänge sieben und acht am Theodor-Heuss-Gymnasium verfolgten das Geschehen des Filmes aufmerksam.

Dessen Hauptbotschaft: an seinen Träumen festhalten. Eine Geschichte über den jungen Erwachsenen Marvin, der versucht, sich selber zu finden, unabhängig von seiner Mutter zu werden und seinen großen Traum, Rapper zu werden, zu verwirklichen. Marvin lernt in dem Film eine neue Welt kennen, in der es härter zugeht, als in der, aus der er stammt. Er findet sich zwischen Freundschaft und Intrigen wieder, wird selber in solche verstrickt. Bemerkenswert für einen Film dieser Thematik ist, dass er komplett auf Gewalt, Drogen und Alkohol verzichtet und auch ohne die in solchen Filmen sonst so beliebte „Ghetto-Sprache“ auskommt.

Spontaner Rap im Kinosaal

Im Anschluss hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, dem Drehbuchautor und Regisseur Fragen zum Film und zu seiner Arbeit zu stellen. Der aus Dinslaken stammende Köse beantwortete die Fragen gemeinsam mit drei Schauspielern aus dem Film, Ali Murtaza, Ismail Deniz und Thorsten Ippendorf.

Neugierig und interessiert erfragten die Jungen und Mädchen zum Beispiel, wie Köse dazu gekommen sei, Regisseur zu werden. Dies sei ihm schon im Alter von sieben Jahren klar geworden, erklärte er. Geschichten haben ihn schon immer interessiert und fasziniert, woraufhin er später Schauspiel studierte und darüber ans Schreiben von Drehbüchern und das Inszenieren von Filmen kam, also seinen eigenen Traum verwirklichte.

Mit großem Applaus belohnten die Schüler Ismail Deniz, als dieser aus dem Stegreif einen Rap vortrug, wobei ihm seine Trinkflasche als imaginäres Mikrofon diente.

Die Meinungen über den Film selbst teilten sich jedoch unter den Schülern. Während die einen von den Raps angetan waren und aus dem Film die Moral zogen, dass es wichtig sei, an seinen Träumen festhalten, sahen die anderen eben diese eher kritisch. Die Botschaft sei bekannt und in einigen Kinderfilmen enthalten, somit nichts Neues und Überraschendes. Doch diese Rückmeldungen zeigen, dass sich die Jugendlichen durchaus kritisch mit einem Thema auseinandersetzen können.

Lydia Gloyer

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