Der Gast aus Westafrika

Dinslaken..  Außergewöhnlichen Besuch konnte Hans-Jürgen Woydich, Voristzender der Senioren-Union vorgestern im Namen der Senioren-Union begrüßen: Dr. Mahamadou Adzagba war eigens aus dem Westafrikanischen Land Togo nach Dinslaken gereist, um sich vor allem einmal bei den Mitgliedern der Senioren-Union, aber auch allen anderen Freunden der Togohilfe für die Liebe zu seinem Land zu bedanken.

Mahamadou Adzagba hat in Sodo einem Dorf in Togo ein kleines Krankenhaus aufgebaut, indem vor allem an Aids erkrankte Frauen und Kinder behandelt werden, erzählt Jutta Ulrich, Mitverantwortliche für das Togo-Projekt. Jutta Ulrich habe den jungen Arzt vor ein paar Jahren bei einem ihrer Besuche in Togo kennen gelernt. „Im gleichen Dorf betreuen wir einen Kindergarten. Und wenn wir nicht in Togo sind, hat Mahamadou ein Auge drauf“, berichtet sie. So sei auch der Gegenbesuch in Oberhausen, bei Brigitte Trzeczak, der Leiterin des Togo-Projektes, entstanden.

Die Senioren-Union habe das Projekt immer wieder durch Spenden unterstützt. Zuletzt auch das Projekt des afrikanischen Arztes. Brillen, Erste-Hilfe-Kästen, Verbandmaterial, all dies wird hier gesammelt und dem Krankenhaus in Togo zur Verfügung gestellt. Im vom Togo-Projekt aufgebauten Kindergarten hingegen lernen die Kleinen vor allem die französische Sprache.

Die nämlich ist zwar Amtssprache in Togo, wird in den Dörfern nicht gesprochen. Dort herrschen die afrikanischen Dialekte vor. Das Problem, sobald die Kinder in die Grundschule kommen, können sie dem Unterricht in französischer Sprache nicht mehr folgen, verlassen die Schule wieder, um auf den Felder der Eltern zu arbeiten. Ein Teufelskreislauf, den das Togo-Projekt unterbrechen will, so Jutta Ulrich.

Cetinkaya stellte sich vor

Sprachprobleme bei Migranten machen nur einen Teil der Arbeit von Burhan Cetinkaya, dem zweiten Gast des Seniorentreffs, aus. Seit einem Jahr kümmert der Integrationsbeauftragte sich nun um Menschen mit Migrationshintergrund in dieser Stadt. Er gab den CDU-Senioren einen Überblick über seine Tätigkeiten und stellte sich ihren Fragen. „Wir dürfen nie vergessen, unabhängig von Religion und ethnischer Herkunft, geht es um den Menschen, der akzeptiert werden muss um seiner selbst Willen“, mahnte der Integrationsbeauftragte.