Deichbaupläne liegen ab 8. Juni aus

Voerde..  Es war im Dezember 2013, als der Deichverband Mehrum für das Deichsanierungsprojekt „Mehrum 3“, das den Bereich Götterswickerhamm betrifft, seine Planunterlagen bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht hat. Nun, eineinhalb Jahre später, geht mit der Phase, in der die Unterlagen öffentlich ausliegen und betroffene Bürger Einwendungen zu dem Vorhaben abgeben können, das Planfeststellungsverfahren an den Start. Fast ein halbes Jahr später als ursprünglich im „Fahrplan Deichsanierung“ vorgesehen, auf den sich die Bezirksregierung Düsseldorf mit den Deichverbänden und Kommunen verständigt hatte. Für Januar 2015 war die Offenlegungsphase avisiert, wie Deichgräf Ingo Hülser gestern auf NRZ-Anfrage erläuterte.

Im Zeitraum von Montag, 8. Juni, bis einschließlich Dienstag, 7. Juli, liegen die Unterlagen im Rathaus der Stadt Voerde beim Planungsamt (Raum 232) während der allgemeinen Dienstzeiten für jeden zur Einsicht aus. Mit Beginn der Offenlage bietet sich sechs Wochen lang – bis einschließlich Dienstag, 21. Juli – die Möglichkeit, schriftlich oder zur Niederschrift bei der Stadt Voerde oder bei der Bezirksregierung (Dezernat 54, Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf) unter Angabe des Aktenzeichens 54.04.01.05 Mehrum 3 Einwendungen zu erheben. Diese sollen eingehend begründet sein.

Das Deichbauprojekt „Mehrum 3“ erstreckt sich auf den Bereich zwischen dem Steag-Kraftwerk und dem Parkplatz „Storchennest“ am westlichen Rand von Götterswickerhamm und umfasst eine Gesamtlänge von rund 2,2 Kilometern. Angesichts der Tatsache, dass die Hochwasserschutzlinie „mitten durch den Ort“ gebaut wird, spricht Deichgräf Hülser von einer hohen Betroffenheit der Anwohner – aber auch der Bürger, denn das Ortsbild von Götterswickerhamm werde sich „stark verändern“. Die große Aufgabe der Stadt sei es jetzt, für Städtebaufördermittel zu werben, stellt Hülser mit Blick auf den Wunsch der Kommune nach mobilem Hochwasserschutz fest.