Deich: CDU wirbt um Fördermittel

Götterswickerhamm mit Blick auf den Rhein.
Götterswickerhamm mit Blick auf den Rhein.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Götterswickerhamm müsse als „Perle am Niederrhein“ seinen pittoresken Charakter behalten, fordern die Voerder Christdemokraten.

Voerde..  Mit großer Sorge sieht die CDU, dass die Kommune keine Mittel hat, mit denen sie das geplante Deichbauprojekt „Mehrum 3“ städtebaulich entsprechend flankieren und dadurch in seinen Auswirkungen abmildern könnte. „Auch wir wollen, dass Götterswickerhamm nach der Sanierung des Hochwasserschutzes nicht verschandelt ist und seinen pittoresken Charakter behält“, betonte Parteichef Bernd Altmeppen gestern im Gespräch mit der NRZ. Das Rheindorf sei ein Pfund, mit dem Voerde wuchern könne, eine „Perle am Niederrhein“, wie die Bewohner ihren Ort selbst auch liebevoll nennen. Und: „Götterswickerhamm ist ein Thema, das alle Voerder angeht“, unterstreicht Altmeppen, der, wie er sagt, selbst gerne dorthin fährt.

Dass der Bergbau erklärt, nicht unter Götterswickerhamm tätig gewesen zu sein und eine finanzielle Beteiligung an dem Deichbauprojekt ablehnt, dessen reine Baukosten sich voraussichtlich auf 15 Millionen Euro belaufen, steht für den CDU-Parteichef im Widerspruch zu dem Erlass des Landes. Der schreibt im Bergsenkungsgebiet, als das Götterswickerhamm eingestuft ist, ein erhöhtes Schutzmaß vor: So muss das sogenannte Freibord (Deichhöhe über dem maximalen Wasserstand, um Wellen abzufangen) 1,50 Meter anstatt dem üblichen einen Meter betragen. Für Götterswickerhamm hat dieser vorgegebene Bergbau-Zuschlag die Errichtung einer bis zu fünf Meter hohen Hochwasserschutzmauer zur Folge, die das Dorfbild massiv verändern würde.

Für die CDU geht beim Deichbau Sicherheit vor, wie Altmeppen sagt, sie fordert, mehr mobilen Hochwasserschutz, der aber teurer ist, einzusetzen – unter finanzieller Beteiligung des Bergbaus. Auch wendet sie ihren Blick Richtung Land: „Wir bitten dringend darum, Städtebaufördermittel zur Verfügung zu stellen“, sagt Altmeppen und betont mit Verweis auf die Machtverhältnisse in NRW, hier auf die SPD angewiesen zu sein. Die CDU sei froh, dass hiesige Sozialdemokraten das Thema „für sich entdeckt“ hätten. Ein Sozialdemokrat werde einen Sozialdemokraten in Düsseldorf am ehesten überzeugen können, glaubt Altmeppen. Auch auf kommunalpolitischer Ebene müssten beim Deichprojekt „alle an einem Strang ziehen“.