Das neue Hallenbad ist eröffnet
15.10.2010 | 17:37 Uhr 2010-10-15T17:37:00+0200Dinslaken. Junge Schwimmer des SC Dinslaken und des TV Jahn Hiesfeld weihten die Einrichtung mit einem Sprung ins Becken ein. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger lobte den gelungenen Spagat zwischen „Sport- und Spaßbad".
Vor über 40 Jahren hüpfte ein gewisser Andreas Brinks (4) als erster ins Becken des damals neuen Volksparkbades. Der ist heute Vorsitzender des Sportausschusses und war an der Entscheidung für ein neues Hallenbad beteiligt. In das 25-Meter-Becken des „Dinamare“ mit acht Wettkampfbahnen sprang gestern, nachdem Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und Stadtwerke-Chef Dr. Thomas Götz symbolisch die Glocke geläutet hatten, eine ganze Riege junger Schwimmer des SC Dinslaken und des TV Jahn Hiesfeld.
Damit ist der erste und wesentliche Teil des 10,5-Millionen-Euro-Projektes offiziell eröffnet; heute ab 6.30 Uhr können die Dinslakener den erst einmal provisorisch in Containern untergebrachten Eingang stürmen und sich in die 28 Grad warmen Fluten des Hauptbeckens oder ins auf 30 Grad temperierte Lehrschwimmbecken stürzen. Auch die 60-Meter-Röhrenrutsche mit elektronischer Zeitmessung kann getestet werden.
Für den Chef der Stadtwerke, deren Tochtergesellschaft „Dinbad“ die Freizeitanlage hat bauen lassen und sie jetzt betreibt, war dies „eine absolut richtige Entscheidung“. Und mit dem Namen „DINamare – das stadtwerkebad“, der schon auf neuen Schildern an den Zufahrtsstraßen prangt, unterstreicht das städtische Versorgungsunternehmen, dass es seinen Kunden mehr bieten will als Energie und Trinkwasser. Auch wenn der Neubau ein „echtes Gemeinschaftsprojekt von Stadt, Stadtwerke und Dinbad“ gewesen sei, hob Götz die Leistung von Dinbad-Geschäftsführer Michael Hörsken hervor. Der habe das „mit viel Fingerspitzengefühl gemeistert“. In Richtung Rathaus zielte wohl Götz’ Bemerkung: „Der Neubau zeigt, dass sich in Dinslaken etwas bewegen lässt, wenn man etwas gemeinsam macht.“
Bürgermeister Heidinger lobte den gelungenen „Spagat zwischen Sport- und Spaßbad“. Mit dem „Cabrio-Bad“, wie Heidinger die Möglichkeit umschrieb, in nur dreieinhalb Minuten mittels Variodach und aufschiebbarer Glasfront aus dem Hallenbad ein Freibad zu machen, sei „etwas Beispielhaftes entstanden“. In anderen Städten würden derweil Bäder geschlossen.
Heute ist einer der Tage, an denen es Spaß macht, Bürgermeister zu sein“, bemerkte Heidinger. Auch die „attraktive, familien- und taschengeldgerechte Gestaltung der Eintrittspreise“ sei „ein Beispiel gebendes Modell“. „Wenn alle in der Stadt an einem Strang ziehen, ist für die Stadt Großes zu erreichen."
Während sich der Schwimmnachwuchs austobte und die Eröffnungsgäste sich im Neubau umschauten, konnte man nebenan den Abriss des alten Bades beobachten. Von ihm stehen fast nur noch die Außenmauern. Es wird Platz gemacht für den zweiten Bauabschnitt, der im nächsten Sommer fertig sein soll. Dort entstehen der Eingangsbereich, die Gastronomie sowie ein Planschbecken nebst Spielgrotte und Wärmebänken für die Kleinen.
Bis Mitte 2011 soll auch der Außenbereich gestaltet sein, ein 14 828 Quadratmeter großes Areal mit Grünanlagen, Wegen, Liegewiesen, Strandbar, Beach-Volleyball-Feld und „Chill-out-Zone“ (Entspannungszone). Außerdem sei derzeit ein umfangreiches Programm mit Kursen und Veranstaltungen für alle Altersgruppen in Arbeit, heißt es bei Dinbad.
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