Das Ende einer Tradition
27.01.2008 | 19:11 Uhr 2008-01-27T19:11:47+0100ST. VINCENTIUS. Gestern verabschiedete sich die Gemeinde von ihrem wohl letzten Kaplan. Klaus Winkel wird neuer Pfarrer in Isselburg.
DINSLAKEN. Die Gemeinde St. Vincentius muss sich von einer langen Tradition verabschieden: Mit Klaus Winkel verlässt der vorläufig letzte Kaplan die Gemeinde, um in Isselburg seine neue Aufgabe als Pfarrer wahrzunehmen. Mit dem fast kompletten Seelsorgeteam zelebrierte er gestern die Messe, die vom jungen Musikkreis mitgestaltet wurde.
Pfarrer Theo van Doornick dankte Winkel für dessen großes Engagement für den Glauben der Menschen, besonders in der Arbeit mit Messdienern und Pfadfindern: "Wir werden deine liebenswürdige niederrheinische Art vermissen." Und auch Klaus Winkel bedankte sich für die schöne Zeit, die er in Dinslaken verbringen durfte. Zum Dank bekam jeder Gottesdienstteilnehmer eine von ihm gesammelte Muschel in Anlehnung an das Pilger-Buch von Hape Kerkeling "Ich bin dann mal weg".
Beim anschließenden Empfang im Johannahaus mit Erbsensuppe und Musik ("Heute hier, morgen dort") nutzten Messdiener, Pfadfinder und Gemeindemitglieder die Gelegenheit, sich persönlich von Klaus Winkel zu verabschieden und ihm ihre Geschenke zur Erinnerung zu überreichen.
Ein lachendes und ein weinendes Auge
Eine "wichtige Zäsur" nannte van Doornick Winkels Abschied und dankte für die gute Zusammenarbeit: Die Gemeinde habe ihm viel zu verdanken.
Der Abschied fällt Klaus Winkel nicht leicht, er geht "mit einem lachenden und einem weinenden Auge": Mit Freude auf eine neue Gemeinde, Menschen und Aufgaben; weinend, weil er vieles zurücklassen und vermissen werde, besonders die Kinder- und Jugendarbeit.
Pastoralreferent Klaus Lasse stellte den indischen Priester Pater Samuel vor, der einige Zeit für Unterstützung sorgen wird. Die Gemeinde müsse sich wegen der fehlenden Nachfolge umstellen, so Lasse. Anfang Februar komme ein emeritierter Priester zur Hilfe im liturgischen Bereich. (cor)
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