CDU für flexible Lösungen im offenen Ganztag

Dinslaken..  Die Betreuungszeiten im Rahmen der offenen Ganztagsbetreuung an Grundschulen geraten erneut in die Diskussion: Dinslakener CDU-Fraktion kritisiert in einer Stellungnahme zur neuen Satzung die geplante pauschale Abrechnung des Essensgeldes (und damit die Pflicht zur Teilnahme am Essen) sowie die starren Abholzeiten.

Bisher kann das Essen direkt mit den Trägern des Ganztages abgerechnet werden. In dem Fall, dass ein Kind nicht oder nur teilweise am Essen teilnimmt, werden nur die tatsächlich eingenommenen Mahlzeiten berechnet, so der schul- und jugendpolitische Sprecher Michael van Meerbeck. Nun plant die Verwaltung, eine monatliche Pauschale zu berechnen. Van Meerbeck: „Gerade bei Kindern der Primarstufe ist es nach aller Erfahrung zu erwarten, dass das Essen nicht durchgehend im Rahmen der Betreuung eingenommen wird“. Eine zwangsweise Teilnahme am Essen sowie die pauschale Berechnung führe zu einer Mehrbelastung der Eltern und sei deshalb nicht satzungsrechtlich zu regeln, meint die CDU. Fraglich sei, ob die Stadt die Verwaltung der Essengelder mit dem von ihr eingeplante Personal leisten kann und ob dieser Aufwand auf die Eltern umgelegt werden soll. Die CDU fürchtet, dass es dadurch zu einer weiteren Erhöhung der Kosten für die Betreuung kommen kann. „Nach der gerade geplanten Erhöhung der Elternbeiträge wäre das ja eine doppelte Erhöhung“, kritisiert Heinz Wansing.

Für Michael Herbers, sachkundiges Mitglied der Fraktion, ist die Tatsache, dass die Satzung auch die verbindliche Teilnahme am offenen Ganztag an fünf Tagen bis mindestens 15 Uhr beinhalten soll, nicht akzeptabel. „Dies kommt einer zeitlich beschränkten zwangsweisen Unterbringung gleich.“ Keinesfalls dürfe die Satzung vorschreiben, wann Familie stattfinden darf und wann nicht. Die CDU sei der Ansicht, dass alles getan werden müsse, um den Erlass zur Anwesenheit flexibel zu gestalten und verweist auf die Regelung in Kitas, nach der Eltern Betreuungspakete (25/35/45 Wochenstunden) buchen können.