CDU: Fokus nicht nur auf neue Schule richten
15.12.2011 | 18:11 Uhr 2011-12-15T18:11:00+0100Dinslaken.Das von Politik und Verwaltung angestrebte Einvernehmen bei der Gründung der Sekundarschule hat in der Vergangenheit doch einige Risse bekommen.
In der vergangenen Woche wurde ein ergänzender Beschluss vom Schulausschuss auf den Rat am kommenden Dienstag verschoben, weil die CDU Beratungsbedarf sah (die NRZ berichtete). Hintergrund war die Tatsache, dass die Schulkonferenz der Jeanette-Wolff-Realschule der Schul-Auflösung nicht zustimmen wollte, weil man verlässliche Rahmenbedingungen für die „Restlaufzeit“ vermisst. Die CDU kündigte ein Gespräch mit Elternvertretern an. Nach diesem Gespräch, das gestern stattfand, glaubt Fraktionschef Heinz Wansing, dass es die Verwaltung bei den Planungen versäumt hat, die Situation an den auslaufenden Schulen zu klären. „Der Fokus wurde zu sehr auf die neue Sekundarschule gelegt“, meint Wansing.
Keine Planungssicherheit
Die Eltern der Realschule wollen wissen, ob die Kinder ihre Laufbahn an der Schule beenden können, so der CDU-Fraktionschef, und ebenso eine ausreichende Lehrerversorgung sichergestellt haben. Den Eltern fehle die Planungssicherheit. Daher will die CDU für die kommenden Ratssitzung einen Antrag einbringen, der „in dieser Richtung deutlich nachbessern“ soll. Wird dieser Antrag im Rat angenommen, geht Heinz Wansing von einer weiteren Zustimmung seiner Fraktion zur Sekundarschul-Planung aus. Die CDU werde die neue Schulform „konstruktiv-kritisch“ begleiten, wenn sie von den Eltern gewünscht wird, erklärte er.
Der Schulpflegschaftsvorsitzende der Jeanette-Wolff-Realschule erläuterte gegenüber der NRZ noch einmal die Sorgen der Elternschaft: „Es gibt keine verlässlichen Regeln für die Abwicklung der Schule“. Wie lange können die Kinder an der Schule bleiben? Wo werden sie ihren Abschluss machen? Auch fürchte man, dass Lehrer die Schule schon vor den endgültigen Auslaufen verlassen könnten. Man sei jedoch nicht grundsätzlich gegen die Sekundarschule, betonte Dirk Flaake. Für die Realschule müssten die Rahmenbedingungen dennoch geklärt sein.
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