Bürgermeisterwahl in Hünxe: SPD stimmt für Hansen
08.04.2009 | 17:44 Uhr 2009-04-08T17:44:00+0200
Hünxe. Mit 14:13 Stimmen empfiehlt die Partei in Hünxe den Amtsinhaber statt die Grünen-Kandidatin Heike Kohlhase.
Hünxe. Die Hünxer SPD will Bürgermeister Hermann Hansen bei seiner Wiederwahl unterstützen. Nachdem sich Hansen und die Grünen-Kandidatin Heike Kohlhase während der Mitgliederversammlung am Dienstagabend vorgestellt hatten, sprachen die Sozialdemokraten eine Wahlempfehlung für den Amtsinhaber aus. Das Ergebnis der geheimen Abstimmung war äußerst knapp: Von 28 Stimmen entfielen 14 auf Hansen und 13 auf Kohlhase. Eine Stimme war ungültig.
„Ich denke, dass mich trotzdem viele SPD-Wähler wählen”, sagte die 51-jährige Heike Kohlhase. Zuvor hatte sie um Unterstützung der SPD-Mitglieder geworben. „Ich traue mir das Amt zu”, so Kohlhase, die seit 20 Jahren im Hünxer Rat sitzt. Sie wisse jedoch, dass sie als Grüne auf die Unterstützung der anderen Parteien angewiesen sei.
Die Grüne sprach sich für eine offene Amtsführung mit offener Kommunikation – auch in der Verwaltung – aus: „Bürgerbeteiligung ist mein liebstes Thema.” Bislang fehlten in Hünxe diese Beteiligungsmöglichkeiten. „Hier werden Kompetenzen engagierter Bürger vergeudet.”
Bessere Selbstdarstellung
Zudem sprach sie sich für eine Weiterentwicklung der Gemeinde aus, die Ökonomie und Ökologie in Einklang bringt. Sie lobte Hansen, der viele Betriebe in Hünxe angesiedelt habe. Es sollte jedoch mehr Marketing betrieben werden. Außerdem müsse sich die Gemeinde touristisch weiterentwickeln. Radrouten und der öffentliche Auftritt Hünxes seien zu verbessern.
Beim Thema Bauen warnte die Kandidatin, die Gemeinde solle vorsichtig mit der Ausweisung neuer Baugebiete sein. Die dörfliche Struktur solle beibehalten, bestehende Flächen sollten zuerst vermarktet werden. Handlungsbedarf sieht sie auch bei den Marktplätzen aller Ortsteile. Hier fehlten Grünzonen und Begegnungsstätten.
Für volle sechs Jahre als Bürgermeister will der parteilose Amtsinhaber Hermann Hansen kandidieren. „Ich möchte meine Erfahrungen einbringen”, sagte er. Die Gemeinde komme in den nächsten Jahren in „schwieriges Fahrwasser”. In einer solchen Finanzlage brauche sie einen „erfahrenen Gemeindemann”.
Für Kinder und Jugend
Hansen widersprach Kohlhases Darstellung, es gebe keine Bürgerbeteiligung. Beim Krudenburger Kanu-Anleger hätten die Bürger mitarbeiten können. Der Agenda-Prozess und die Bürgerbeteiligung liefen. Handlungsbedarf sehe er beim Thema Kinder und Jugend. Die Betreuungsplätze für unter Dreijährige sollten ausgebaut werden. Die Gesamtschule Hünxe müsse ihr gutes Lernangebot beibehalten. Nur so könne sie trotz Rückgang der Kinderzahlen „die Nase vorn” behalten. Die drei Hauptorte Hünxes sollten behutsam weiterentwickelt werden. Neben verbilligtem Bauland für junge Familien brauche gerade Drevenack weitere Seniorenwohnungen.
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