Bündnis kritisiert Terminwahl

Dinslaken..  Wenngleich Ali Kaya es richtig und wichtig findet, dass in Dinslaken ein weiteres, deutliches Zeichen gegen Hass und Gewalt gesetzt wird, so kritisiert er doch die Wahl des Termins: „Dass das ausgerechnet am Montagabend stattfinden soll, wenn in Duisburg gegen Pegida demonstriert wird, ist aus meiner Sicht nicht gut“, sagt der Sprecher des Dinslakener Bündnisses gegen Rechts. Wem auch die Teilnahme in Duisburg wichtig sei, müsse sich nun entscheiden. „So nehmen wir uns gegenseitig die Leute weg. Wir hätten auch Dienstag oder sonst wann in Dinslaken demonstrieren können“, so Kaya. Neu war für ihn gestern die Nachricht, dass mit Hasan D. ein weiterer Dschihadist aus Dinslaken, der für den Islamischen Staat gekämpft haben soll, den Tod gefunden hat (siehe Politisches Magazin). Er hoffe, dass Lohberg bald aus den Schlagzeilen komme. „Sonst fühlen sich die Lohberger irgendwann so an den Rand gedrängt, dass dort wieder der Boden für irgendwelchen neuen Verführer bereitet wird“, warnt Kaya. Dabei könne man froh sein, dass es derzeit keine Aktivitäten islamistischer Extremisten in Lohberg gebe. „Es ist wichtig, zu zeigen, dass Lohberg ein ganz normaler Stadtteil wie Hiesfeld oder sonstwas ist“, so Kaya.

UBV unterstützt die Veranstaltung

„Die UBV wird am Montag dem Aufruf des Christlich Islamischen Dialoges in Dinslaken folgen, und an der Veranstaltung um 18 Uhr auf dem Neutorplatz teilnehmen“, so Ulrich Kemmerling, Vorsitzender der UBV Wählergemeinschaft. In den letzten Tagen sei Dinslaken mal wieder durch Negativschlagzeilen in der ganzen Bundesrepublik aufgefallen. Umso mehr freue sich die UBV über das Engagement des Christlich-Islamischen Dialogs. „Nun haben wir die einmalige Gelegenheit, zu zeigen, was wir in Dinslaken wirklich denken“, so Kemmerling.