Brücke soll kommen

Dinslaken..  Ende vergangenen Jahres gab es eine öffentliche Diskussion über die von Anwohnern behelfsmäßig gebauten Stege über den Lohberger Entwässerungsgraben und deren Beseitigung. Die Linke-Fraktion im Stadtrat nahm das zum Anlass einer Anfrage nach dem weiteren Gang der Dinge. Ergebnis: Der Regionalverband Ruhrgebiet will die Planung für eine taugliche Fußgängerbrücke in die Wege leiten, wie Bürgermeister Dr. Michael Heidinger schriftlich erklärte.

Nach Terminen vor Ort und Abstimmungsgesprächen, unter anderem mit einem Vertreter der Gemeinde Hünxe und der Unteren Landschafts- und Wasserbehörde, wird der Bau einer Brücke ins Auge gefasst, die besonders konstruiert sein muss, weil der Lohberger Entwässerungsgraben dem Hochwasserschutz dient. Aus diesen Darlegungen, so der Bürgermeister, werde deutlich, dass von Bürgern selbst konstruierte Stege keine verkehrssichere Lösung darstellten. Die Planungen des RVR würden seitens der Stadt begrüßt. Eine endgültige Abstimmung über die Finanzierung und den Unterhalt einer Brücke stehe jedoch noch aus.

Anfang November 2014 hatte der RVR die von Anwohnern im Bereich Wilhelminenstraße gebaute Holzbrücke – und eine weitere kleinere einige hundert Meter weiter – abgerissen und damit die Nachbarschaft und den ASV Hünxe gegen sich aufgebracht. „Der Bruch ist von den Seen abgeschnitten und die Wohnqualität erheblich gemindert“, äußerten Anwohner damals gegenüber der NRZ. Der Umweg über andere Brücken oder die B 8 sei „zu groß“.