Breitbandausbau für Dinslaken und Bruckhausen vollendet

Dinslakens Bürgermeister Dr. Miachael Heidinger fügte die letzten Kabel zusammen.
Dinslakens Bürgermeister Dr. Miachael Heidinger fügte die letzten Kabel zusammen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Alle Haushalte in Dinslaken und Bruckhausen können vom Turbo-Internet profitieren

Dinslaken..  Dinslaken hat nun den ganz schnellen Zubringer zur Datenautobahn: Ab sofort können die Bürger hier VDSL-Anschlüsse buchen. Damit lassen sich Internet-Daten erheblich schneller herunter- und heraufladen. Von der neuen Technik können nicht nur Telekom-Kunden sondern alle Haushalte profitieren – auch in Bruckhausen. Gestern verschweißte Bürgermeister Dr. Michael Heidinger das letzte Glasfaserkabel im Telekom-Verteilerkasten an der Wallstraße.

136 neue Verteilerkästen

VDSL heißt „Very Highspeed Digital Subscriber Line“ und bedeutet in der Praxis eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und eine Uploadgeschwindigkeit von bis zu 40 MBit/s. Bisher lagen die Downloadraten in Dinslaken bei 6 bis 16 MBit/s, bei einigen sogar noch darunter, bis zu 2 MBit/s, so Uwe Abels, Vertriebsmanager Infrastrukturvertrieb Telekom Deutschland. Praktisch heißt das: Wer eine CD mit Urlaubsfotos ins Internet laden möchte, der muss bei einem Anschluss mit 1 MBit/s Übertragungsgeschwindigkeit eineinhalb Stunden warten. Mit einem Vectoring-Anschluss dauert die Übertragung zwei Minuten. Das gilt auch für ein Architekturbüro etwa, das Baupläne, oder eine Spedition, die Geschäftsunterlagen versenden möchte. Die Vectoring-Technik beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die in den Kupferleitungen auftreten, die weiterhin von den Verteilerkästen – die daher auch stehen bleiben – in die Haushalte führen. Alle anderen Verbindungen – also vom Verteilzentrum zu den 136 neuen Verteilerkästen im Stadtgebiet von Dinslaken und in Bruckhausen – laufen nun über Glasfaserkabel. Insgesamt verlegte die Telekom innerhalb eines Jahres in Dinslaken und Bruckhausen 67 Kilometer Glasfaser.

Der Breitbandausbau ist, so Heidinger, „ein wichtiger Beitrag zur Infrastruktur Dinslakens“. Für die Bürger bedeute es eine höhere Lebensqualität, für die Wirtschaft sei es ein Standortvorteil – zumal Dinslaken eine der ersten Städte des Kreises Wesel ist, die davon profitieren, freute sich Wirtschaftsförderin Svenja Krämer.

146 Städte in NRW hat die Telekom bereits umgerüstet – Dinslaken ist die 147ste – „von 396“, wie Bürgermeister Heidinger betont.

Ganz besonderes Glück haben die künftigen Bewohner des Wohnquartiers auf dem Zechengelände – bei ihnen führt die Glasfaser bis in den Haushalt bzw. Betrieb. Bei allen anderen kommt das schnelle Internet nicht automatisch in den Haushalt – sie müssen sich bei ihrem Anbieter erkundigen.

Details erklärt die Telekom an zwei Informationsabenden in der kommenden Woche.