Biotonne: Stadt Dinslaken ist „nicht unzufrieden“

Die Stadt Dinslaken ist mit dem Verlauf der Umstellung auf die Biotonne „nicht unzufrieden“.
Die Stadt Dinslaken ist mit dem Verlauf der Umstellung auf die Biotonne „nicht unzufrieden“.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
5388 Gefäße sind ausgeliefert worden. Täglich gehen bis zu 40 Änderungswünsche ein.

Dinslaken..  Die Müllwagen kommen nur noch alle 14 Tage und es gibt eine extra Tonne für Bioabfälle. Das neue Jahr brachte eine gravierende Veränderung bei der Müllentsorgung. Und wie läuft es? Die NRZ fragte nach. Die Stadt sei „nicht unzufrieden“ mit dem bisherigen Verlauf, so Stadtpressesprecher Horst Dickhäuser.

Von der neuen Biotonne sind 5388 Stück ausgeliefert worden. Davon fassen 4214 Behälter 80 Liter. Von den 120 Liter-Tonnen sind 880 Stück und von den größten, sie haben ein Volumen von 240 Litern, sind 294 Stück ausgeliefert worden. Vor allem Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern haben die neue Tonne bei der Stadt bestellt. Wohnungsbaugesellschaften, die Komplexe mit vielen Wohnungen unterhalten, haben kaum extra Tonnen für den Biomüll geordert, so die Auskunft der Stadt.

Damit nur das in der Biotonne landet, was dort auch hineingehört, waren Kontrollen angekündigt worden: Die Qualität sei gut, es gebe wenig Fehlwürfe, lautet das bisherige Fazit der Stadt. „Wir müssen die Bürger loben, sie haben das Prinzip verstanden“, meint Stadtpressesprecher Horst Dickhäuser.

Dennoch sind nicht alle Fragen geklärt. Täglich gehen bei der Stadt bis zu 40 Änderungswünsche ein. Die einen bestellen die Biotonne, die anderen wollen eine andere Behältergröße haben. „Es ist noch einiges in Bewegung“, umschreibt es Dickhäuser. Die Stadt versuche alles, um die Wünsche zeitnah umsetzen zu können. Unter den Anrufern seien auch zahlreiche Mieter. Für sie sei die Stadt aber der falsche Ansprechpartner. Wie Horst Dickhäuser sagt, müssen sich Mieter an ihren Vermieter wenden. Und der sich wiederum an die Stadt.

Mit Einsprüchen wird gerechnet

Die Umstellung führt in einigen Fällen zu höheren Kosten. Diejenigen, die die Biotonne geordert haben, könnten hingegen weniger bezahlen. Die Bescheide flattern Ende des Monats in die Briefkästen. Danach rechnet Dickhäuser, wie in jedem Jahr, mit Einsprüchen.

Vielleicht kommt die nächste Änderung schneller als erwartet. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz des Bundes, das seit dem 1. Januar 2015 gilt, schreibt eine getrennte Erfassung und Verwertung von Bioabfällen vor. Auf kommunaler Ebene ist es ein freiwilliges Angebot. Und einige kommunale Entsorgungsbetriebe schauen gespannt nach Düsseldorf. Das Landeskabinett will in einigen Monaten den neuen Abfallwirtschaftsplan beschließen. Und darin könnte festgeschrieben sein, wie viele Kilogramm Bioabfälle pro Einwohner pro Jahr getrennt gesammelt werden müssen. Und dann müssten die Kommunen wieder reagieren.