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Biker, Rocker und Familienväter

26.06.2011 | 17:33 Uhr
Biker, Rocker und Familienväter

Hünxe. Trotz des verregneten Wetters fanden sich rund 1000 Besucher täglich an diesem Wochenende zum Rock and Bike Festival auf dem Gelände nahe dem Haus Ossenberg in Hünxe ein.

Das von den Freeway Rider´s Dinslaken und Rheinberg organisierte kostenlose Open Air Festival fand zum 9. Mal statt.

Neben Rockern und Bikern aus ganz Deutschland fanden sich auch Menschen aus der näheren Umgebung ein, um Live-Musik zu lauschen, auf der Händlermeile zu flanieren und zu bummeln.

„Biker sind nicht nur Rocker sondern auch Familienväter“, wie „Ralle“, einer der Mitveranstalter, der NRZ versichert. Das Festival ist nicht nur für Motorrad- und Rockverliebte, sondern eben für die ganze Familie. 150 ehrenamtliche Helfer waren auf den Beinen, um ein solches Festival zu stemmen. Guido Beilborn, dem Zuständigen für die Bands, ist „besonders die Mischung der Musikrichtungen“ wichtig. So geben sich junge und alte, erfahrene und unerfahrene Bands die Hand.

Kein Techno,
sondern Rockabilly

Die Jailbirds aus Dinslaken kündigen sich schon beim Soundcheck mit „Wir machen kein Techno, wir machen Rockabilly“ an. Gesagt, getan und immer mehr Besucher drängen sich zur Bühne und das ein oder andere Tanzbein wird geschwungen.

Tanja aus Wesel ist Rock and Bike Wiederholungstäterin und freut sich besonders über „die netten Leute und die Atmosphäre“. Auch die 11jährige Celina aus Dinslaken ist bereits zum zweiten Mal mit ihren Eltern beim Rock and Bike. Ihr gefallen besonders die ganzen tollen Motorräder „die man so schön fotografieren kann“.

Anschließend entführen The Electric Outlaws zu einer Coverreise quer durch die (Rock) Musikgeschichte von Black Sabbath und Iron Maiden über Nirvana bis hin zu Lenny Kravitz. Das Publikum lässt sich mitreißen.

Da es „nicht nur um Rock, sondern auch um Bikes“ geht fordert der Moderator auf, Motorräder für die Bikeshow auszustellen und droht den Besuchern, die sich noch von Freitag im Zelt erholen, vor die Bühne zu ziehen. Bei der Bikeshow um 22 Uhr werden dann die schönsten Bikes in verschiedenen Kategorien wie „Classic Bike“ oder „Street Bike“ prämiert.

Während am Freitagabend die Dinslakener Metaller von Repression das Highlight bildeten, traten Samstagabend Bourbon Street auf, welche „keine Neulinge in der Bikerszene sind“, so Sänger Stefan Mageney. Bestehend aus Musikern von Bands wie Running Wild, U.D.O. oder Warlock, ist Bühnenerfahrung garantiert. Schon beim ersten Soundcheck inklusive sympathischer Ansage wird klar, da sind Profis am Werk und die rocken dann auch die nächsten zwei Stunden quer durch die (Hard-) Rockgeschichte.

Im nächsten Jahr, wieder am Fronleichnamswochenende, wird zehnjähriges Jubiläum gefeiert und die Veranstalter versprechen einen Headliner, familiäre Atmosphäre - und diesmal gutes Wetter.

Thomas Zighan

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