Betriebshof: Schwierige Partnersuche

Dinslaken..  So ganz scheinen die Politiker vom Plan, auf dem ehemaligen Zechengelände einen zentralen Betriebshof für den Din-Service zu errichten, noch nicht überzeugt zu sein. Ist es das wert, soviel Geld in die Hand zu nehmen, lautete eine Anmerkung, die gestern im Betriebsausschuss gemacht wurde. Zuvor hatte Prof. Torben Bernhold erläutert, warum das Projekt, dessen Kosten mit rund 24 Millionen Euro beziffert wird, nicht als Öffentlich-Private-Partnerschaft (ÖPP) umgesetzt werden sollte.

Auf dem Markt werde man nur schwer einen Partner finden. Anders als beim Bau einer Schule oder eines Verwaltungsgebäudes, rechnet Bernhold mit einem geringen Interesse. Auch weil ein Betriebshof auf diese Weise noch nicht realisiert worden sei. Dinslaken würde damit zwar Neuland betreten, aber auch das würde potentielle Partner verunsichern und abschrecken. Bernhold empfiehlt, Bauen und Planen sowie den Betrieb und die Finanzierung zu trennen. Die Stadt würde den Bau finanzieren und als Betreiber fungieren. Bauen und Planung sollte in einem wettbewerblichen Dialog geschehen. Dann könne man sich aus mehreren Vorschlägen die besten Sachen herauspicken. Welche Auswirkungen das Projekt auf den Haushalt haben wird, will die Verwaltung in den nächsten Tagen erläutern. Sie werde dann die mittelfristige Finanzplanung vorlegen, so Kämmerer Dr. Thomas Palotz.