Beschluss vertagt

Dinslaken..  So ohne weiteres wollten einige Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz nicht folgen. Aus den Reihen der SPD und der UBV kam Kritik zur Vorlage, in der beschrieben wird, wie das Gelände an der alten Feuerwehr entwickeln werden könnte. Die Verwaltung will einen Investorenwettbewerb starten und so die Idee von der Verlagerung des Technischen Rathauses voranbringen.

Die Vorlage sei zu dürftig, wichtige Fragen seien nicht beantwortet, kritisierte Simon Panke. Ganz aufgeben wollte die SPD-Fraktion die Idee nicht, sondern nur vertagen, um sich innerhalb der Fraktion noch einmal mit dem Thema intensiv beschäftigen zu können.

Bürgermeister Dr. Michael Heidinger sprang dem Dezernenten zur Hilfe. Dabei wurde deutlich, dass die Verwaltung ein Druckmittel sucht, das bei den Verhandlungen mit der Vermieterin des jetzigen Technischen Rathauses an der Gerhard-Malina-Straße eingesetzt werden kann. Heidinger betonte, dass man am Ende zu „massiven Einsparungen“ kommen werde. Mit oder ohne Neubau. Das ganze Projekt habe nichts mit Prestige zu tun, die zentrale Botschaft sei, dass man die Unterbringung der Mitarbeiter billiger haben möchte. „Die Frage ist, um wie viel billiger“, so Heidinger. Denn klar ist, den jetzigen Mietpreis werde man nicht mehr zahlen. Der Mietvertrag läuft im Jahre 2019 aus.

Heidinger betonte auch, er wolle einen Referenzmaßstab haben. Und das sind für ihn die Kosten für einen Neubau. Sie werden auch die Messlatte für die Verhandlungen mit der Vermieterin, dafür brauche die Verwaltung eine realisierbare Alternative.

Zudem sei die Entwicklung des Grundstückes nicht so einfach, meinte Heidinger und verwies darauf, dass bislang Investoren nicht die Türen im Rathaus eingerannt hätten. Deutlich machte er auch, dass die Stadt das Grundstück entwickeln möchte. Mit oder ohne Technisches Rathaus.

Am Ende der Diskussion war klar, in welche Richtung die Verwaltung möchte. Das überzeugte die SPD aber nicht, den Beschluss schon gestern zu fassen. Eine Verzögerung werde es dadurch nicht geben, denn der Finanzausschuss und am Ende der Rat befassen sich mit dem Thema und treffen eine Entscheidung.