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Berührungsängste und Vorurteile abgebaut

25.05.2012 | 19:04 Uhr
Berührungsängste und Vorurteile abgebaut
Sarah Bagus macht ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei der Diakonie.

Dinslaken.   Sarah Bagus ist die erste mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr bei der Diakonie

Ihr Bruder war der letzte Zivi bei der Diakonie Dinslaken. Er hat seiner Schwester Sarah viel erzählt von dem, was er zu tun hatte beim Verein für Betreuungen des Diakonischen Werkes. Das hat Sarah Bagus ermutigt, in seine Fußstapfen zu treten. Auch wenn es den Zivildienst gar nicht mehr gibt.

Sarah Bagus ist die erste, die ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Diakonie absolviert hat. Ende Juli geht dieses Jahr zu Ende. Sie unterstützt zu gleichen Teilen den Betreuungsverein und das Ambulant Betreute Wohnen. Der Betreuungsverein vertritt und begleitet Menschen, die ihren Alltag nicht (mehr) alleine bewältigen können und eine gesetzliche Betreuung brauchen. Das Ambulant Betreute Wohnen kümmert sich um suchtkranke Menschen, die Unterstützung in der Bewältigung ihres Alltags brauchen.

Zwei verschiedene Arbeitsbereiche

In zwei verschiedenen Arbeitsbereichen zuständig zu sein, bringt einen breiten Einblick und viele Erfahrungen. Und das bisherige Resümee der 20-Jährigen lautet daher: „Es hat mir Spaß gemacht mit den vielen verschiedenen Menschen zu tun zu haben, sie zu Hause in ihrem Alltag zu erleben. Ich habe viele Berührungsängste abgebaut und Vorurteile abgelegt.“

Zu ihren Aufgaben gehört es, die betreuten Menschen zu begleiten, ihnen zu helfen, zu den Werkstätten oder zum Amtsgericht zu fahren und Botengänge zu erledigen. Darum ist auch eine Voraussetzung, die ein Bewerber für diese Stelle haben muss: er oder sie muss 18 Jahre alt sein und einen Führerschein haben. Am Anfang waren es viele neue Stellen, die Sarah Bagus ansteuern musste, viele neue Namen waren zu lernen.

Aber das war schnell kein Problem mehr. Bald merkte sie, wie schön es ist, wenn ein Mensch, dem sie hilft, Fortschritte macht, wenn sich Erfolge einstellen. Darum weiß sie inzwischen: „Diese Zeit hier bei der Diakonie hat mich bestärkt, einen sozialen Beruf zu ergreifen. Ich hab auch schon einen Ausbildungsplatz.“

„Der Vorteil ist“, erklärt Sarah Heß vom Betreuungsverein, „dass die Zeit im Freiwilligen Sozialen Jahr bei vielen Fachhochschulen als Vorpraktikum oder auch als Praktikum in den ersten Semestern angerechnet werden kann. Darüber hinaus legen viele Arbeitgeber inzwischen großen Wert auf soziales beziehungsweise ehrenamtliches Engagement.“

Ab August wird diese FSJ-Stelle neu zu besetzen sein. Jugendliche bis zum Alter von 27 Jahren, die offen für Neues sind und Freude am Kontakt zu Menschen haben, können sich bewerben bei: Sarah Heß (Tel. 02064/43 47 65 sarah.hess@diakonie-din.de) oder bei Miriam Hieronimus (Tel. 02064/43 47 21 miriam.hieronimus@diakonie-din.de ).

Von Ruth Levin

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