Bayern-Tore für die Renovierung

Dinslaken..  Der Termin für den Beginn der Innenrenovierung und Sanierung der St. Johanneskirche in Eppinghoven rückt näher. Die Schließung der Kirche ist für September dieses Jahres terminiert. Bis dahin sind noch viele Vorbereitungen zu treffen, das Planungsteam um Dechant Gregor Kauling macht jetzt bereits eine Detailplanung.

Auch die eigenen Anstrengungen zur Sammlung von Spenden, um den Gemeinde-Eigenanteil aufzubringen, werden intensiv fortgesetzt. Von den kalkulierten Gesamtkosten in Höhe von rund 700 000 Euro muss die Gemeinde immerhin 100 000 Euro selbst aufbringen - und das vor allem durch Spenden, den Rest zahlt dann das Bistum Münster. Und die Gemeinde ist auf einem guten Weg: Rund 70 Prozent des geplanten Betrages sind bereits dank vieler kleiner und großer Spenden von Dinslakener Bürgern, Unternehmen und Institutionen eingegangen. Aber weitere Spenden sind noch notwendig, um das angestrebte Ziel zu erreichen.

FC Bayern angeschrieben

Eine tolle Idee zu dieser Spendenaktion hatte das Gemeindeglied Axel Wachner. Er ist bekennender Fan des FC Bayern München und hat mit dem Spendensammelteam vereinbart, dass er für jedes Tor, das der FC Bayern in der Bundesligasaison 2014/15 erzielt, einen Obolus in den Spendentopf einzahlen wird.

Diese Idee wurde dankend angenommen und um die Tor-Flut des FC Bayern zu fördern, schrieb das Sammelteam an den Vorstand des FC Bayern mit der Bitte, die Mannschaft zum Tore schießen zu motivieren. Anfangs klappte es recht gut, acht Tore gegen Hamburg, sechs Tore gegen Paderborn. Jetzt ist eine leichte Flaute eingetreten, aber es wird doch ein stattlicher Spendenbetrag zusammen kommen.

Was dem Axel die Tore von Bayern München wert sind sollten anderen vielleicht die Tore von Mönchengladbach oder dem BVB oder … wert sein; vielleicht kann man die Zahlungsauslöser auch erweitern: 1 Euro für ein Tor des eigenen Vereins, zwei Euro für ein Gegentor und fünf Euro für ein Eigentor oder verschossenen Elfmeter. Der Renovierung der St. Johanneskirche wird es in jedem Falle gut tun.

Denn die Kirche muss dringend renoviert werden: Durch Feuchtigkeit verursachte Schäden zeichnen sich an einer Wand ab, an einer anderen bröckelt der Putz und eine dritte zeigt Risse. Im alten Teil der Kirche, der noch aus dem Jahre 1450 stammt, sind die Gewölbemalereien im Jugendstil kaum noch zu erkennen.

Zum einen, weil eine Patina die Malereien bedeckt und zum anderen, weil die dort hängenden Lampen Besuchern beim Blick hinauf direkt ins Gesicht leuchten. „Die Renovierungsarbeiten sind dringend nötig“, sagt Dechant Gregor Kauling. Und mit einem neuen Beleuchtungskonzept soll dann das frisch sanierte Eppinghovener Gotteshaus noch besser zur Geltung kommen.