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Stadtentwicklung

Bauminister weckt Hoffnungen

16.02.2010 | 21:00 Uhr

Dinslaken. Lutz Lienenkämper stellte am Dienstag beim Besuch in Lohberg Fördermittel auch für die Innenstadt in Aussicht.

Viele lobende Worte und einige vage Versprechungen – es ist halt Landtagswahlkampf – sind die vorläufige Bilanz eines zweistündigen Ministerbesuches auf dem ehemaligen Zechengelände. Weil es sich beim gestrigen Gast um den NRW-Minister für Bauen und Verkehr, Lutz Lienenkämper (CDU), handelte, versuchten die Dinslakener, gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: „Kreativ.Quartier”, Innenstadt-Entwicklung, Betuwe und den barrierefreien Bahnhof. Kurz abgehandelt wurde von Lienenkämper das Schicksal der Lohberger Fördergerüste: „Deren Zukunft haben wir weder positiv noch negativ abgehakt.” Bürgermeister Michael Heidinger (SPD) betonte, dass man sich „noch mal für den Erhalt stark gemacht” habe.

„Stadt braucht Attraktivitätssteigerung”

Ansonsten sind den Dinslakenern Fördergelder momentan wichtiger als Fördertürme. Heidinger: „Die Stadt braucht eine Attraktivitätssteigerung. Wir müssen den Aufmerksamkeitsgrad erhöhen. Dafür sind wir auf Fördermittel angewiesen.” Das gelte nicht nur für Lohberg und das Zechengelände, sondern auch für die City, deren derzeit geringe Kaufkraft-Anziehung von nur 74 Prozent dringend gesteigert werden müsse.

Lienenkämper sieht „positive Signale der Bahn”

Bewunderung äußerte Lienenkämper für das große Potenzial an Kreativen in Dinslaken und Umgebung. Deshalb sei die Idee des „Kreativ.Quartiers” auf dem Zechenareal positiv zu bewerten. Die Realisierung gehe einher mit der Landesförderung „Soziale Stadt”: „Das Zechengelände muss in Richtung Lohberg geöffnet und erlebbar gemacht werden”, so der Minister. Für das Thema „Factory Outlet Center” erklärte sich der Minister nicht zuständig: „Das ist ein Prozess, den die Akteure, Stadt, RAG und mögliche Investoren, selbst gestalten.” Heidinger unterstrich, dass man auf potenzielle Investoren zugehe; die ersten Gespräche seien allerdings nicht ermutigend gewesen.

Auch für die Aufwertung der Innenstadt stellte Lienenkämper gestern Fördermittel zumindest in Aussicht: Der Förderantrag 2010 liegt vor, aber wieviel nach Dinslaken fließen werde, das könne er erst verkünden, wenn das gesamte Programm stehe. Hoffnung besteht aber, denn der Gast bezeichnete „Innenstädte als wichtiges Thema, weil man Menschen dort ein Stück mehr Heimat schaffen” könne. Deshalb sei es gut, dass Dinslaken daran etwas tue. Die „Voraussetzungen für eine Potenzialerhöhung” seien gut, erklärte Lienenkämper. Er lud die Stadt ein, im „Netzwerk Innenstadt” des Landes aktives Mitglied zu werden.

„Positive Signale der Bahn, selbst etwas am Bahnhof zu tun,” will Linienkämper als Verkehrsminister ausgemacht haben. Das biete bei Gesprächen mit DB und VRR „neue Perspektiven”, auch was die Barrierefreiheit zu den Bahnsteigen angehe.

Heinz Ingensiep

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