Bau der Hünxer Kanalbrücke verzögert sich weiter

Am 30. November 2011 wurde die Behelfsbrücke freigegeben.
Am 30. November 2011 wurde die Behelfsbrücke freigegeben.
Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Landesbetrieb Straßen.NRW erklärt, dass vor Ende 2016, Anfang 2017 nicht mit der Errichtung des Bauwerks begonnen wird. Planungsprobleme sind der Grund.

Hünxe..  Der Neubau der Hünxer Kanalbrücke über den Wesel-Datteln-Kanal im Zuge der L1 verzögert sich um ein weiteres Jahr. „Auch für uns ist es ärgerlich, dass es knirscht, aber es gibt Planungsprobleme“, erklärt Roland Schmidt, Abteilungsleiter Bau beim Landesbetrieb Straßen.NRW, Niederlassung Niederrhein, auf NRZ-Anfrage. Zwar seien die Schwierigkeiten mit dem Grunderwerb gelöst, „aber wir haben ein Riesenproblem mit der vorhandenen Ölleitung am nördlichen Kanalfeld“, konkretisiert Schmidt. Diese müsse verlegt und gesichert werden. Die Pipeline spiele in der Planung der Brücke eine große Rolle, Bodenfundamente müssten errichtet und neu gelegt werden. „Erst danach kann die Brücke in Bau gehen. Diese ganzen Voraussetzungen waren vor gut zwei Jahren nicht so bekannt“, meint Schmidt.

Ursprünglich sollte das Projekt in der zweiten Jahreshälfte 2015 starten, die neue Kanalbrücke parallel neben der Behelfsbrücke (seit November 2011 in Betrieb) während einer halbjährigen Sperrung errichtet werden. „Aufgrund der planerischen Vorbereitungen wird vor Ende 2016, Anfang 2017 nicht begonnen“, macht der Abteilungsleiter deutlich. Und: „Es ist kein kleines Projekt, die Kosten belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro.“ Wasser, Straße, Pipeline – alle Belange seien zu berücksichtigen.

Die Behelfsbrücke über den Kanal zwischen Hünxe und Krudenburg bereite bisher keine Probleme. „Der Verkehr rollt, dennoch ist der Kontrollaufwand relativ hoch“, erklärt Roland Schmidt. Die Behelfsbrücke werde halbjährlich regelmäßig gewartet (meistens am Wochenende) und dafür halbseitig gesperrt. „Die Sicherheit ist gegeben.“