Banner reaktivieren

Dinslaken fährt Rad: Auf großen Bannern wurden die Dinslakener Bürger in den vergangenen Monaten zum Radfahren motiviert, um in Zeiten des Stadtumbaus (Dinslaken bricht auf) und eingeschränkten Parkplätzen das Auto stehen zu lassen. Ziel war es, den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten und vielleicht auch ein neues Bewusstsein für das Fahrradfahren zu entwickeln. Ein tolles Motto, das bestimmt auch die Bürger erfreute, die eh immer mit dem Rad unterwegs sind und dazu nicht aufgefordert werden müssen.

Begleitet wurde diese Maßnahme mit einer Fahrradwache, Leihfahrrädern, neuen Stellplätzen, einer Fahrradspur am Neutor und auch durch das neue Fahrradtaxi. Es ließ einen neuen „Fahrradgeist“ in Dinslaken vermuten, toll, weiter so.

Mit der Eröffnung der Neutorgalerie, Hunderten von Parkplätzen, der attraktiven Gestaltung des Rutenwalls wurden beim Rückbau der Baucontainer auch die Banner eingezogen. Heißt das, das Ziel sei erreicht oder jetzt: Dinslaken fährt Auto? (...)

Um von einer fahrradfreundlichen Stadt sprechen zu können, bedarf es in Dinslaken noch einiger Veränderungen. Abgesehen von einer vernünftigen Ampeltaktung, bei der auch Radfahrer berücksichtigt werden, größerer, sichtbarerer Radwege und Abgrenzungen, Fahrradspuren und Vorfahrtsrechten in Einbahnstraßen oder verkehrsberuhigten Zonen gehört das Bewusstsein von Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer, egal wie groß oder (PS-)stark sie sind. Die Verantwortlichen der Stadt sollten dabei - mit mehr Herzblut - die Rahmenbedingungen verbessern. Das Image der Stadt und die Zufriedenheit aller könnten damit gewinnen. Vielleicht sollten die Banner wieder aktiviert werden, um allen Mut zu machen.