Auf großer Fahrt mit der DLRG

Die DLRG-Ortsgruppe ermöglichte es den Kindern, Rettungsboot zu fahren. Die hatten sichtlich Freude.
Die DLRG-Ortsgruppe ermöglichte es den Kindern, Rettungsboot zu fahren. Die hatten sichtlich Freude.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Die Ortsgruppe Voerde beteiligte sich wieder an den Kinderferientagen uund bereitete den jungen Teilnehmern mit einem abwechslungsreichen Programm zu Wasser und zu Land viel Freude.

Voerde..  Am Mittag durften sich die gut 30 Kinder im Alter von zehn bis 13 Jahren erstmal an der Emmelsumer Bootshalle der DLRG Voerde mit Nudeln, frisch zubereiteter Tomatensauce, Muffins und kalten Getränken stärken. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Kids bereits die erste aufregende Abenteuertour hinter sich gebracht. Früh am Morgen hatten sie sich mit den Betreuern am Freibad getroffen, um sich von dort aus mit dem Rad in mehreren Gruppen im Rahmen einer „Schnitzeljagd“ auf den nicht ganz einfachen Weg Richtung Bootshalle zu machen. „Wir wurden im Rahmen der Kinderferientage wieder angeschrieben, ob wir etwas beitragen können. Und wir haben damit jahrelang gute Erfahrungen gemacht, weswegen wir gerne wieder mit dabei sind“, berichtete DLRG-Ausbildungsleiter Heinz Lesage.

Auf der Fahrt, an der 22 DLRG-Mitglieder teilnahmen, mussten die Kinder „einige Aufgaben erfüllen“, erzählte der Voerder Miguel, dem alle zu seinem zwölften Geburtstag erstmal ein Ständchen sangen. „Und wir haben eine Karte gekriegt, nach der wir uns richten sollten.“

Da waren teilweise nur Start und Ziel angegeben - oder eben die Punkte, wo die DLRG-Helfer zuvor Bänder aufgehängt hatten, die die Mädchen und Jungen entdecken mussten. „Dabei sind wir viel über’s Feld gefahren, haben viele Tiere gesehen, sogar Störche“, sagte Florian aus Voerde. Etienne (11) war es nur ein bisschen zu warm - „aber die Abkühlung kommt ja noch“, freute er sich auf den Nachmittag mit Tauchen und Freibad.

Das Ganze solle eine absolute Spaßveranstaltung sein, ergänzte DLRG-Einsatzleiter Ralf Fonk. „Der Hintergedanke ist natürlich langfristig, Werbung um Mitglieder zu machen, ihnen die gesamte Vielfalt unserer Arbeit nahezubringen und dabei Freude zu empfinden.“

Im Anschluss an das Essen hatten die Kinder die Gelegenheit, auf dem Rettungsboot oder dem Schlauchboot der DLRG auf dem Kanal mitzufahren. Nach einigen hundert Metern Fahrt setzte sich Ralf Fonk persönlich ans Steuer des Rettungsfahrzeuges. „Diesen Bereich nennen die Friedrichsfelder Kanuten ,Eiskanal’, hier dürfen wir auch mal anders fahren“, sagte er und gab anschließend Gas und legte das Boot quer in das Wasser, was den Kindern einen Heidenspaß bereitete.

„Wir sind über eine Welle gefahren, da springt das Boot - echt toll“, meinte Maurice aus Friedrichsfeld begeistert. Die zehnjährige Lilly aus Voerde war noch nie mit so einem Boot gefahren. „Erst war’s aufregend, und gekreischt hab ich auch. Aber dann war’s cool.“

Bei einer der Fahrten rasselten Steuerfrau Vanesssa Huckmeyer und die junge Wiebke Argo in einer Kurve mit dem Kopf zusammen - die beiden wurden mit Kühlpad versorgt. Trotz des Zwischenfalls freute sich Wiebkes Mutter Dagmar, dass die wegen einer Stoffwechselerkrankung im Rollstuhl sitzende junge Dame zuvor ihren Spaß gehabt hatte. „Das ist immer ein Erlebnis für sie - und alle nehmen sie so an“, sagte sie. Vorsorglich fuhr sie aber mit ihr nach Hause.

Vorher schauten sie sich mit den anderen noch die Rettungsübung an, die die DLRG-Helfer als Überraschung durchführten. Der Fall von „Opfer“ Hans Konecnys aus dem Schlauchboot geriet eher zum erkennbaren Sprung. Trotzdem machte die Aktion mit Rettungsboot, Trage und Kopfschutz an Land und dem herangefahrenen Rote-Kreuz-Wagen soviel Eindruck, dass einzelne Kinder fragten: „Hat der sich wirklich was getan ?“

Danach ging’s für alle noch mal ins Schwimmbad, wo sie unter Anleitung eines professionellen Tauchlehrers auf „Tauchstation“ gehen konnten. Nahe der dort aufgebauten Zelte genossen Betreuer und Kinder Leckeres vom Grill, ehe Günter Brüggemann vom Freibad-Förderverein eine Gruselgeschichte vorlas. So eingestimmt, stand für die Gruppe noch eine Nachtwanderung durchs Wäldchen mit „gruseligen Nachtgestalten“, so Ralf Fonk, an, ehe die Kinder irgendwann am Ende eines aufregenden Tages einschliefen.