Armut trifft auch die Haustiere
27.06.2010 | 14:43 Uhr 2010-06-27T14:43:00+0200
Dinslaken/Voerde/Hünxe/Wesel.Wenn Menschen bedürftig sind und sparen müssen, leiden häufig auch Hund oder Katze darunter. Um zu helfen, hat der Verein „Tierschutz Voerde, Dinslaken und Umgebung“ 2009 die „Tafel für Tiere“ gegründet.
Mittlerweile werden an Ausgabestellen der Tafel für Tiere in Dinslaken, Voerde, Hünxe und Wesel Futterspenden verteilt und nahezu 90 Familien mit rund 35 Hunden, 70 Katzen, 50 Kleintieren und 20 Vögeln unterstützt.
Es mache keinen Sinn, die bedürftigen Menschen zu überreden, ihre Tiere abzugeben, erläutert Gabi Wettläufer, Vorsitzende des Vereins Tierschutz e.V.. Denn in Heimen und Aufnahmestellen sei nicht genug Platz. Zudem seien viele der Tiere alt und krank und könnten daher in Heimen gar nicht gehalten werden, so Wettläufer. Also hat sich der Verein entschlossen, bedürftige Familien und ihre Vierbeiner zu unterstützen - und es werden immer mehr. Wettläufer: „Die Zahlen steigen fast täglich“.
Um sicherzustellen, dass die Hilfe wirklich bei den richtigen Empfängern ankommt, besuchen die Mitarbeiter des Vereins die Tiere zu Hause, überprüfen den Gesundheitszustand ebenso wie die artgerechte Haltung und arbeiten auch mit Tierärzten zusammen. „Wichtig ist uns auch, dass sich der vorhandene Tierbestand in den einzelnen Familien auf keinen Fall vergrößert“, betont die Vereinsvorsitzende. So werden zum Beispiel auch Kastrationen bezuschusst.
Freude über Spende
Ausgabestellen für Futtermittel gibt es inzwischen im Dinslakener Hardtfeld, wo der Tierschutz-Verein eng mit der Caritas zusammenarbeitet, am Rathausplatz und am Maximilian-Kolbe-Haus in Voerde sowie am Hünxer Marktplatz und in Wesel.
Da die Hilfe dauerhaft angeboten werden soll, freuen sich die Tierschützer sehr über die Spende in Höhe von 10 000 Euro von der Bürgerstiftung der Sparkasse Dinslaken, Voerde, Hünxe. Mit diesem Betrag, so der Tierschutzverein, könne die Arbeit für bis zu ein Jahr sichergestellt werden. Denn der Bedarf allein an Futtermitteln und Streu ist enorm. Im Monat Juni wurden beispielsweise 280 Dosen Katzennassfutter, 40 kg Katzentrockenfutter, 120 große Dosen Hundenassfutter, 120 kg Hundetrockenfutter, 20 Packungen Kleintierstreu, 50 Tüten Katzenstreu, 10 kg Kleintierfutter und 5 kg Vogelfutter benötigt.
08:41
@ Dieter Baum:
So langsam glaube ich, die geistige Armut nimmt mehr zu als die materielle...
19:07
Jammern auf hohem Niveau. Wenn es hier in Deutschland wirklich arme Menschen gäbe dann würden die Tiere nicht GEfüttert sondern VERfüttert. Also mal locker bleiben.