Arbeitsgruppe gebildet

Kreis Wesel..  Nach Ansicht der Bürgerinitiative „Betuwe – so nicht“ sind die Feuerwehren entlang der Betuwe-Linie einen Schritt weiter gekommen, um ihr Notfallkonzept an der Bahnstrecke umsetzen zu können. Diese Hoffnung nährt ein erneutes Treffen zum Thema Sicherheit, an dem am Donnerstag Bundesbauministerin Hendricks, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Eisenbahnbundesamt-Präsident Gerald Hörster und Bahn-Vorstand Ronald Pofalla teilgenommen haben.

Wie Manfred Flore (Bürgerinitiative Oberhausen) erfahren hat, will man sich nicht – wie bisher – knallhart auf die Eisenbahn-Richtlinien zurückziehen, sondern den Forderungen der Feuerwehren entgegenkommen. Flore: „Der gordische Knoten ist noch nicht durchschlagen, aber weiter angesägt.“

Konkret wurde eine Arbeitsgruppe zum Thema Sicherheit vereinbart. Die Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss und Dr. Hans-Ulrich Krüger, Vertreter des Eisenbahnbundesamtes und der Feuerwehren sollen sich nach Ostern treffen, um eine Lösung zu erarbeiten.

„Es bleibt nach den vielen Enttäuschungen der letzten Jahre abzuwarten, ob den Worten Taten folgen“, bleibt der Leiter der Oberhausener Berufsfeuerwehr Gerd Auschrat jedoch vorsichtig. „Ich wünsche mir eine schnelle Einigung, damit zeitnah mit dem Ausbau der Strecke begonnen werden kann.“

Initiativensprecher Manfred Flore sagt: „Wir erwarten, dass aus dieser Arbeitsgruppe etwas Positives entsteht.“ Die Feuerwehren fordern etwa mehr Zugänge zu den Gleisen und eine bessere Löschwasserversorgung. Weil auch ihr Sicherheitskatalog bisher nicht berücksichtigt wurde, hat die Stadt Oberhausen Klage gegen den ersten Betuwe-Planfeststellungsbeschluss eingereicht.