Abwechslungsreiches Aprilkonzert

Dinslaken..  Das Titelthema aus dem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“ tönt durch den Saal des Lohberger Ledigenheims. Die Zuschauer lauschen den Klängen aus dem berühmten Western, während das 1. Akkordeon-Orchester Dinslaken unter Leitung von Bärbel Klott fast schon vergessen macht, dass es keine Streicher und Bläser in seinen Reihen hat. Mit Stücken des Komponisten Ennio Morricone beginnt das Konzert unter dem Motto „Der April macht er will – musikalisch“. Und getreu diesem Motto ist das Programm ebenso abwechslungsreich wie das sprichwörtlich launenhafte Wetter des Frühlingsmonats.

Schon die Sänger des Männergesangverein (MGV) Dinslaken-Feldmark sorgen bei ihren Auftritten für Abwechslung. Ist ihr erster Auftritt noch von besinnlichen und romantischen Stücken wie „Abendfriede am Rhein“ und „Can’t help falling in love“ geprägt, servieren sie dem Publikum beim zweiten Auftritt schnellere Stücke wie „Country Road, take me home“. Die Männer stellen dabei ihr stimmliches Können unter Beweis, egal ob es um gefühlvolle, leise Passagen oder kräftig angestimmte Stücke geht. Beim Chor unter Leitung von Stefan Büscherfeld entpuppt sich vor allem Werner Claaßen als Tausendsassa auf der Bühne. Er tritt als Solosänger auf, spielt Gitarre und unterhält das Publikum mit humorvollen Geschichten.

Applaus bekommen die Sänger des MGV Concordia des Bergwerks Lohberg schon, bevor sie überhaupt gesungen haben. Denn die Bergmannstrachten der Sänger machen Eindruck beim Publikum. Ebenso wie die Lieder, die das Leben auf der Zeche thematisieren. Gerade beim „Steigerlied“ geben die Männer auf der Bühne alles und werden vom Publikum auf besondere Art und Weise belohnt: Einige ehemalige Bergleute erheben sich von ihren Plätzen und singen die „Nationalhymne der Bergleute“ mit. Gemeinsam stimmen die beiden Chöre schließlich das Lied vom „Bajazzo“ an – inklusive eines Trompetensolos von Stefan Büscherfeld – und ernten vom Publikum Applaus.

Für ungewöhnliche Klänge sorgt schließlich erneut das Akkordeon-Orchester. Mit „Samba de los Fingeros“ zaubern die Instrumentalisten südamerikanisches Feuer in den Saal und spielen mit dem „Bavarian Dixi“ eine ungewöhnliche Mixtur aus jazzigen Klängen und Volksmusiktönen. Zum Abschluss gibt es von den beiden Chören und dem Orchester das Stück „Klinge Lied lange nach“ zu hören. Das Publikum dankt den Musikern mit langanhaltendem Applaus für das abwechslungsreiche Frühlingskonzert.