Ab jetzt ist Jan Zechel ein Sämann

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Dinslaken..  Ein neues Gesicht ist Jan Zechel in der evangelischen Kirchengemeinde nicht mehr, doch mit dem Gottesdienst in der Friedenskirche hat für den Pfarrer gestern ein neuer Weg angefangen: Mit seiner Ordination wurde Jan Zechel vom Superintendenten Friedhelm Waldhausen offiziell in das Amt des Pfarrers berufen. Die Gemeinde feierte diesen besonderen Anlass mit einem feierlichen Gottesdienst, der von verschiedenen musikalischen Gruppen und dem Kindergarten am Rotbach mitgestaltet wurde.

In seiner Ordinationsansprache erzählte Superintendent Friedhelm Waldhausen das Gleichnis vom Sämann, der seine Samen über seine Felder und weit darüber hinaus verstreut, so dass sie teilweise auf fruchtbaren Boden fallen und teilweise auf Wege, auf denen sie zertreten werden können, oder unter Dornen landen, wo sie verkümmern. Doch es sei besser, die Samen großzügiger zu verteilen, als zu wenig. An Jan Zechel gewandt sagte Waldhausen: „Auch Sie sind von jetzt an Sämann, die Welt ist Ihr Feld.“ Denn auch ein Pfarrer werfe Samen aus und das nicht nur, wenn er den Talar trage: „Man hat immer welche in der Hosentasche“, schmunzelte Waldhausen, da man überall, wo man mit Menschen in Berührung komme, sähen würde. Dies gelte nicht nur für diejenigen, die ein Kirchenamt bekleiden, sondern auch die Gemeinde selbst bestehe aus Sähenden. „Gott braucht Sie alle für das Sähen auf den unterschiedlichsten Böden und in den Gärten“, appellierte Waldhausen an das Miteinander.

In seiner Predigt, seiner ersten Amtshandlung als Pfarrer, legte Jan Zechel die ersten elf Verse des vierten Kapitels des Matthäusevangeliums aus, die davon erzählen, wie Jesus 40 Tage durch die Wüste wandert, den Versuchungen des Teufels widersteht. Auch heute seien die Menschen Versuchungen ausgesetzt oder stünden plötzlich in der Wüste, so Zechel und machte deutlich, dass Gott den Menschen nah ist und auch die Gemeinschaft untereinander wichtig sei.