40 Jahre Kita in Dinslaken: Gestern - heute - morgen

Viel Spaß und gute Laune beim großen Jubiläum am Baßfeldshof.
Viel Spaß und gute Laune beim großen Jubiläum am Baßfeldshof.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Gegenwart traf Vergangenheit im St. Jakobuskindergarten. Das Programm zum Jubiläum lockte Klein und Groß an den Baßfeldshof.

Dinslaken..  Schon von draußen hörte man den Lärm spielender Kinder – obwohl ein Kindergarten normalerweise am Wochenende gar nicht geöffnet hat. Dieser Samstag aber war für den Kindergarten St. Jakobus kein normaler Samstag, denn er feierte sein 40-jähriges Bestehen. „Gestern – heute – morgen“ lautete das Motto des bunten Programms, das Klein und Groß an den Baßfeldshof lockte. In entspannter Atmosphäre und bei strahlendem Sonnenschein lud das tolle Außengelände mit seinem alten Baumbestand, der bei der Gründung des Kindergartens gepflanzt wurde, zum Verweilen ein.

Bereits im Vorfeld des Jubiläums hatten sich die Kinder mit der Vergangenheit beschäftigt und mit alten Telefonen, Bügeleisen und anderen Gegenständen das Leben von früher erkundet. Am Samstag konnten sie sich in historischen Kostümen fotografieren lassen, draußen im Garten Wäsche waschen, aufhängen und Teppiche ausklopfen. Doch auch der Vergangenheit des Kindergartens selbst konnten die Besucher nachspüren: Zahlreiche Fotos erinnerten an die vergangenen Jahrzehnte, im Flur stand neben einem Computer die alte Schreibmaschine, die in den Anfangsjahren verwendet wurde, um Monatspläne zu schreiben. Vergangenheit trifft Gegenwart.

Viel hat sich in den letzten Jahren getan. Das alte Gebäude der Kita wurde ausgebaut und renoviert, zuletzt vor vier Jahren im Zuge der beginnenden U3-Betreuung – eine der größten Neuerungen, wie Leiterin Brigitte Flockau erklärte. Der Kindergarten sei immer noch wichtig, der Bedarf an Plätzen für jüngere Kinder sei gestiegen, die berufstätigen Eltern bräuchten heute mehr Unterstützung. Eine weitere große Veränderung: „Wir arbeiten nicht am Kind, sondern mit dem Kind“, so Flockau. Das heißt, die Kinder dürfen mitentscheiden, ihre Bedürfnisse werden ernst genommen, ihre Selbstbestimmtheit wird gefördert. Seit einem Jahr ist der Kindergarten als Bewegungskindergarten mit den Schwerpunkten Bewegung und Wahrnehmung zertifiziert. Das gruppenübergreifende Arbeiten sei ebenfalls offener geworden, außerdem gebe es eine gute Zusammenarbeit mit dem benachbarten Alfred-Delp-Haus.

Das gute Miteinander wurde bei der Feier deutlich. Brigitte Flockau, die den Kindergarten als Mutter und seit sechs Jahren als Mitarbeiterin und Leiterin kennt, freute sich, viele Ehemalige zu sehen: „Manche, die als Kinder hier waren, sind heute mit ihren eigenen Kindern hier.“ Dazu gehörte auch Familie Wennemann. Vater Torsten saß entspannt in der Sonne, während seine beiden Kinder mit den anderen spielten. Seine Frau war selbst ein Jakobuskindergarten-Kind – bei derselben Erzieherin wie die eigenen Kinder. Und Torsten Wennemann hatte mitgeholfen, das Holzhaus im Garten zu bauen. Nicht nur für Kinder und Eltern war das Jubiläum ein Fest, sondern auch für die Gemeinde, wie Dechant Gregor Kauling betonte: Es sei für das ganze Viertel von wichtiger Bedeutung.