Nachrichten aus Dinslaken, Hünxe und Voerde
22.02.2012 | 14:05 Uhr 2012-02-22T14:05:00+0100Eine Stadt, die ihr Museum abschafft, zeigt, dass sie keinen Sinn für ihre Geschichte hat. Geschichte wird unter Nützlichkeitsgesichtspunkten entsorgt. Natürlich ist Geschichte nicht unmittelbar nützlich, aber sie ist der Humus, auf dem vieles wächst: Identität, Selbstgefühl, Wissen um seinen Wert.
Erstaunlich, dass ausgerechnet die CDU in Dinslaken auf das Museum verzichten will, die doch oft genug auf seinen Wert hingewiesen hat. Stattdessen schüttet sie – unter dem Schlagwort vom „strikten Sparkurs“ – das Kind mit dem Bade aus: wer sagt denn, dass die Umgestaltung der Dauerausstellung 300 000 € kosten muss?
Das Museum soll Geschichte präsentieren, nicht nur als das lange Vergangene, sondern auch als etwas, das täglich entsteht. Diese Spannung kann das Museum auch für junge Menschen interessant machen. Das Museum sollte auch ein Ort sein, wo über Geschichte und Zeitgeschehen geredet und gestritten wird und es sollte ein Ort sein, wo man sich gesellig trifft und gemeinsam feiert.
Muss man das Erstellen eines solchen Konzeptes den Politikern allein überlassen?
Es muss ein Weg gefunden werden, wo alle etwas beitragen können – sowohl zum Konzept als auch zur Realisierung – Fachleute, interessierte Vereine und Arbeitskreise, SchülerInnen und LehrerInnen…Dazu gehört nur etwas Mut.
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