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Streik

Zwei neue Chefs für die KMB in Westheim - Es wird weiter gestreikt

18.10.2012 | 18:36 Uhr
Zwei neue Chefs für die KMB in Westheim - Es wird weiter gestreikt
Streikende der Fa. KMB vor ein paar Wochen.

Westheim.  Bei der Firma Kombi-Massiv-Bauelemente (KMB) in Westheim hat sich etwas getan. Die Geschäfte führen nun Helmut Meiswinkel und Michael Krenz. Aber Bodo Matthey von der IG Bau betont: "Wir befinden uns nach wie vor im Streik." Die Geschäftsführung zeige sich nicht verhandlungsbereit und würde auf den Rücktritt des Betriebsrates pochen.

Rein äußerlich sieht es vor dem Betriebsgebäude der Kombi-Massiv-Bauelemente (KMB) in Westheim aus, als sei nichts geschehen. Bodo Matthey von der IG Bau betont: Wir befinden uns nach wie vor im Streik. Bodo Matthey, stv. Regionalleiter der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), betont gegenüber der WP: „Wir befinden uns nach wie vor im Streik.“

Und: Der Inhaber des Unternehmens, Hermann Jakobs (60), hat sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Das bestätigte Prokurist Josef Urhahn auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Geschäfte führen nun Helmut Meiswinkel und Michael Krenz. Beide sind momentan kräftig bemüht, neue Aufträge an Land zu ziehen.

Die inzwischen noch 17 streikende Mitarbeiter hätten ihren Streikposten vor der Firma verlassen, so Matthey. Betriebsratsvorsitzender Heißig halte sich in seiner Heimat in Thüringen auf. Regelmäßig würden sich die Streikenden privat treffen. Die Situation sei unverändert. Die Geschäftsführung zeige sich nicht verhandlungsbereit und würde auf den Rücktritt des Betriebsrates pochen.

Einigung unmöglich

Zweimal hat die Einigungsstelle unter dem Vorsitz des Landesarbeitsgerichtes Hamm mit der Geschäftsführung, Betriebsrat und Gewerkschaft bei der KMB über Urlaubs- und Arbeitszeitregelung verhandelt.

Die jüngste Verhandlung am Dienstag dieser Woche ist, wie der Gewerkschaftler gegenüber der WP sagte, abgebrochen worden. Einigung unmöglich.

Wenn die Aufträge ausbleiben würden, könnte es sein, dass ab Ende nächster Woche die Produktion ganz ruhe, sagt Matthey. Und dann müssten Stunden abgebaut und der Urlaub genommen werden. Damit habe die Geschäftsführung gedroht, so Matthey.

Die Geschäftsführung dazu: „Kein Kommentar. Wir sind um Schadensbegrenzung bemüht. Im Sinne unserer 80 Mitarbeiter.“

Annette Dülme

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