Zusätzliche Flächen im „Gewerbepark Bahnstraße“

Marsberg..  Mit der neuen Ostanbindung an die Bundesstraße 7 ergibt sich für die Stadt Marsberg nicht nur eine weitere Zufahrt in die Innenstadt oder aus ihr heraus. Die Sanierungsarbeiten des ehemaligen Werksgeländes der Firma Ritzenhoff an der Bahnstraße sind abgeschlossen. Die Stadt an der Diemel verfügt damit seit Ende vergangenen Jahres mit dem „Gewerbepark Bahnstraße“ über ein zusätzliches Angebot an Gewerbeflächen innenstadtnah. Die WP sprach mit Rüdiger Nentwig, Geschäftsführer Stadtmarketing Marsberg.

Frage: Dank der direkten Anbindung an in die Innenstadt und die B7 steht Investoren mit dem neuen Gewerbepark Bahnstraße eine zentral gelegene verkehrsgünstige Ansiedlungsfläche zur Verfügung. Haben Sie eine besondere Gewerberichtung im Auge?

Rüdiger Nentwig: Es sollen gezielt Kleinbetriebe mit nicht-störendem Gewerbe für das Angebot gewonnen werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich für Kunden aus Richtung Westheim eine besondere Nachfrage entwickeln kann. In der Vergangenheit hat es bereits Anfragen aus der Richtung gegeben.

Ist die Fläche auch für weiteren Einzelhandel geeignet?

Der Bebauungsplan schließt in dem „Gewerbepark Bahnstraße“ die Ansiedlung von Einzelhandel aus. Mit der Umsiedlung des neuen Aldi-Marktes hinter dem Rewe sind gemäß fortgeschriebenem Einzelhandels- und Zentrenkonzept diesbezüglich aber die Möglichkeiten ausgeschöpft.

Die Sanierungsarbeiten haben sich ganz schön lange hingezogen?

Ja, zehn Jahre. Bis zur Vermarktungsreife waren aber auch umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich. Die NRW Urban (Landesentwicklungsgesellschaft des Landes Nordrhein Westfalen) übernahm als Eigentümerin die Sanierungsarbeiten mit einem Gesamtvolumen von rund 10,5 Mio. Euro. Der Anteil der Stadt Marsberg betrug dabei ca. 1 Mio. Euro. Gemeinsam mit dem Grundstücksfonds NRW hatte die Stadt Marsberg im Jahr 1996 mit der Neuordnung des ehemaligen Ritzenhoff-Geländes mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW begonnen. Infolge umfangreicher Abstimmungen mit dem Hochsauerlandkreis über die Ausschreibung der Arbeiten begannen der Rückbau und die Altlastensanierungsmaßnahmen.

Dann kam das Bahnhofsumfeld hinzu?

Anfang des vergangenen Jahrzehnts wurde zusätzlich der Neuordnungsbereich um weitere Flächen des ehemaligen Glaswerkgeländes und des Bahnhofsumfelds erweitert. Ziel der Stadterneuerungsmaßnahme war die Umstrukturierung des innenstadtnahen Gebiets zu einem gemischt genutzten Quartier. Mit dem Abriss der GAB Gebäude (Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Hochsauerlandkreis mbH) in 2012 konnte der letzte Arbeitsabschnitt begonnen werden. Im Herbst vergangenen Jahres wurden die langwierigen Maßnahmen zur Flächenaufbereitung endgültig abgeschlossen. Es entstanden die Bereiche „Wohnen und Einzelhandel am Bahnhof“ mit den Flächen im direkten Bahnhofsumfeld sowie den übrigen ehemaligen Bahnflächen und der Gewerbepark Bahnstraße - zwischen B 7 und Paulinenstraße.

Möchte denn jemand in dem neuen Wohnbaugebiet sein Häusle bauen?

Im Gegensatz zu der erfolgreichen Investorenakquisition für die Einzelhandelsflächen konnte für die Wohnbauflächen bislang kein konkreter Investor gefunden werden.