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Zum Geburtstag tanzen die Puppen

10.10.2012 | 18:07 Uhr
Zum Geburtstag tanzen die Puppen
Die Bürgerstiftung Brilon unterstützt die Stadtbibliothek mit 2000 Euro. Im Bild (v.l.) Karl-Udo Lütteken, Ute Hachmann, Stephan Braun und Melanie Middel.Foto: Thomas Winterberg

Brilon. Kindergeburtstage müssen gar nicht immer im Fast-Food-Restaurant oder in einem professionellen Bespaßungscenter gefeiert werden. Mit Unterstützung der Briloner Bürgerstiftung bietet die Bücherei seit drei Jahren eine Alternative an – die sogenannten Geburtstagskisten. Das Angebot wurde jetzt ganz aktuell um sechs auf 14 Themen-Kisten erweitert.

Ritterhelme, Zauberkasten, Girlanden, klassische Gesellschaftsspiele, Geschichten und Musik auf CD oder Bücher, Backformen und Basteltipps – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für 2000 Euro hat die Stadtbibliothek neue Themenpakete geschnürt, die sich u. a. mit Pferden, „Bob, dem Baumeister“, Zauberkunststücken, dem Prinzessinnendasein oder der Kuh „Lieselotte“ beschäftigen. Herzstücke bilden einige große Handpuppen – die „Living Puppets“ - die bei den Kindern der Renner sind.

„Die Themenkisten können gegen ein kleines Entgelt vorgemerkt und für zwei Wochen ausgeliehen werden. Sie sind 20- mal im Jahr auf der Piste und kommen bei Eltern, Kindergärten, Schulen und natürlich bei Jungen und Mädchen ab drei, vier Jahren sehr gut an“, sagt die Leiterin der Stadtbibliothek, Ute Hachmann. Dass ihre Einrichtung über die spielerischen Umwege Kinder ans Lesen heranführen will und kann, verdankt sie der Briloner Bürgerstiftung, die bereits 6000 Euro für dieses Projekt zur Verfügung gestellt hat.

Auf Umwegen zum Lesen

„Die Bücherei ist die einzige Institution, die wir schon dreimal in Folge unterstützt haben“, betonten Karl-Udo Lütteken und Stephan Braun, Mitglieder des mehrköpfigen Stiftungsvorstands. Beide nutzten die Gelegenheit, um auf die Arbeit der Stiftung hinzuweisen. Seit Bestehen hat die Briloner Bürgerstiftung schon 116 000 Euro u. a. an Vereine und Institutionen ausgeschüttet. Allein 2011 waren es 30 000 Euro. „Da, wo staatliches Handeln seine Grenzen erreicht, können wir dank der Stiftung einiges auffangen“, so Lütteken. Gelder, die gemeinnützig verwandt werden, sind ausschließlich Erträge aus dem Stiftungskapital, das sich auf rund 600 000 Euro beläuft.

Stephan Braun: „Das Kapital wird nicht angerührt. Das gilt auch für alles weitere Geld, das uns anvertraut wird.“ Wer mindestens 1000 Euro einbringt – das kann auf einen Schlag oder auch in Raten passieren – zählt zu den Stiftern. Weitere Infos auch unter www.briloner-buergerstiftung.de.

Von Thomas Winterberg



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