Zu wenig Anmeldungen für die Schule
01.03.2011 | 18:31 Uhr 2011-03-01T18:31:00+0100
Beringhausen.(ad) Die Eltern hatten sich noch einmal ordentlich ins Zeug gelegt und für den Erhalt ihrer Grundschule gekämpft. Doch vergebens.
Der Grundschul-Teilstandort Beringhausen wird zum 1. August geschlossen. Das gibt die Stadt jetzt in einer Pressemitteilung bekannt. Damit folge die Stadt Marsberg einem Ratsbeschluss von März 2010, heißt es weiter. In dieser Sitzung war das Schulentwicklungskonzept mit großer Mehrheit beschlossen worden.
Es besagt auch, dass für die Eingangsklasse in Beringhausen für jedes Schuljahr mindestens 18 Anmeldungen notwendig sind. Grund für die Schließung zum neuen Schuljahr sind drei fehlende Anmeldungen. Das Schulentwicklungskonzept wird von den Schulaufsichten der Bezirksregierung und des Hochsauerlandkreises mitgetragen.
Nur 15 Anmeldungen
Von 25 möglichen Schülerinnen und Schülern aus dem Einzugsbereich des Teilstandortes liegen nur 15 Anmeldungen vor. Bürgermeister Hubertus Klenner bedauert die bevorstehende Schließung: „Hier haben die Eltern entschieden, ihre Kinder nicht in Beringhausen anzumelden. Dies führt letztendlich zur Schließung des Teilstandortes.“ Die 54 Schüler der bisherigen Klassen 1 bis 3 werden nach den Sommerferien in der Stammschule in Giershagen unterrichtet, wo jetzt auch schon die 4. Klasse des Grundschulverbundes beschult wird.
2005 Sanierungsarbeiten
Die 1964/65 erbaute Grundschule sollte bereits in 2002 saniert werden. Das sei jedoch immer wieder verschoben worden. Undichtigkeiten des Flachdaches in 2005 hätten eine Sanierung unumgänglich gemacht. Auch die Fassade wurde in dem Zusammenhang saniert. Dadurch hätte die Bausubstanz erhalten und Energie eingespart werden können. „Zu dem Zeitpunkt waren mittelfristig die Schülerentwicklungszahlen gegeben“, so Hubert Aßhauer, Leiter der städtischen Schulverwaltung. „Auch heute noch und auch im nächsten Jahr wären im Einzugsgebiet der Grundschule Beringhausen genügend Schülerinnen und Schüler für eine Eingangsklasse gegeben.“
Diese gute Ausgangsposition hätten andere Grundschulen im Stadtgebiet im letzten Jahr leider nicht mehr gehabt, was zu Schließungen und Zusammenführungen von Grundschulen geführt hätte.
Leid tut die Schließung der Grundschule in Beringhausen natürlich auch Ortsvorsteher Alfons Scholle: „Schade, dass es schon jetzt so weit kommen musste.“
Die zukünftige Nutzung des Schulgebäudes ist zurzeit noch offen.
09:05
Elternwille? Was ist mit dem Elternwillen der Eltern die ihre Kinder weiter in Beringhausen beschulen lassen wollen?
Warum wurde nicht mit den Eltern zusammen nach intelligenten Lösungen gesucht?
Ich habe keine Worte dafür, daß die betroffenen Eltern durch die Presse informiert werden. Das zeigt in meinen Augen die Arroganz und Kompetenz unserer lokalen Führung.
Naja, es ist ja vielleicht auch einfacher Konflikten aus dem Weg zu gehen. Und es war ja auch keine Neueröffnung. Da ist man ja immer gerne bei...( wenn man bei jeder Schließung dabei sein wollte wäre der Terminkalender ja auch deutlich voller ).
Es bleibt halt wie so oft bei Meldungen über die Stadt Marsberg ( davon gibt es ja genug )wieder einmal ein Gefühl das zwischen Wut und Trauer liegt. Schade eigentlich. Ich denke nämlich daß es sicherlich sehr gute Mitarbeiter in der Stadt gibt. Aber so ist das halt wohl heutzutage...
Hoffentlich sind bald Wahlen...Jetzt bleibt halt nur noch zu klären wer die Mehrkosten trägt. Aber da Marsberg ohnehin im Nothaushalt sind kommt es auf die ca. 40.000,- auch nicht mehr an.Jetzt kann ja die Grundschule in Giershagen auch modernisiert werden damit die in 5 Jahren auch geschlossen wird.-
Zu Alt-Pauker: wie armselig muß man sein um solche Dinge auf Parteibücher zu reduzieren. Hier geht es doch nur um eins: es gibt genügend Schüler, es ist aber weder von der Stadt noch vom Schulamt irgend ein Versuch unternommen worden diesen Standort zu erhalten.
Das soll erst mal gewesen sein,- ich rege mich nur noch mehr auf...
18:17
Wer hat denn die Schuleinzugsbezirke aufgehoben und somit den Städten die Entscheidung darüber genommen, welche Kinder wo unterrichtet werden? Alle Beringhäuser, die es einfach nicht fassen können, sollten sich bei Ex-Schulministerin Barbara Sommer (CDU, die gleiche, der auch Alfons Scholle angehört) beschweren und nicht bei den zuständigen Mitarbeitern unserer Stadtverwaltung, die nur Recht und Gesetz ausführen.