Ziel: Die Sternprozession soll den Zusammenhalt stärken

Rösenbeck.  . „Gottes Ruf wahrnehmen“ lautete das Motto der Sternprozession des Pastoralverbundes Thülen. Am frühen Morgen machte man sich aus allen Ortschaften des Verbundes auf und folgte diesem Ruf nach Rösenbeck. Nach Hoppecke (2004) und Thülen (2009) war es die dritte Sternprozession, die der Pastoralverbundsrat initiierte.

„Ich bin total überrascht und beglückt über die gute Beteiligung, die hervorragende Vorbereitung und Durchführung“, freute sich Dechant Michael Kleineidam. Gemeinsam mit Pastor Manfred Müller, Vikar Florian Lübker und dem Subsidiar, Pfarrer i.R. Franz Lienen, hielt Dechant Kleineidam die Messfeier, die musikalisch vom Rösenbecker Musikverein umrahmt wurde.

Über 600 Menschen waren in die Schützenhalle gekommen. „Den Zusammenhalt der Gemeinden zu stärken, war eines der Ziele. Das haben wir mit der Sternwanderung und der hl. Messe erreicht“, war sich Dechant Kleineidam sicher.

Laien in Planung einbeziehen

Neben diesem Zusammenhalt ging es auch darum, verstärkt Laien in die Planung und Gestaltung einzubeziehen. Egal, ob Messdiener, Lektoren, Musikvereine oder Fahnenabordnungen – alle waren an diesem Tag beteiligt. Ein besonderes Dankeschön wurde den Rösenbeckern, dem Pfarrgemeinderat und den Vereinen, die die Messe vorbereitet hatten, zuteil.

Nicht nur in der Messfeier, sondern auch bereits die Prozessionen standen unter dem Motto der drei theologischen Dimensionen der Berufung: Berufung zum Menschsein; Berufung zum Christsein durch die Taufe; Berufung in einen besonderen Dienst oder eine besondere Aufgabe in der Kirche. Ausgehend vom Schrifttext „Der Gang des Petrus auf dem Wasser“ (Mt 14, 22-33) ging es um das Vertrauen in Gott und daraus sich ergebend das Vertrauen in sich selbst und den Mitmenschen, um so gemeinsam Verantwortung zu übernehmen in Kirche und Pfarrgemeinde.

Fürbitten der Kinder

Dechant Kleineidam fasste dies im Leitsatz seiner Predigt zusammen: „Wer nur vom Ufer aus zuschaut und nie seinen Fuß auf das Wasser gesetzt hat, wird nie die Kraft dessen erfahren, die Petrus nicht untergehen ließ“ – so kann und sollte jeder helfen, das Zukunftsbild der Gemeinde und der Kirche mit zu gestalten.

Das nahmen auch die Kinder, die die Fürbitten hielten, zum Anlass: Sie verlasen ihre Bitten für die Zukunft der Gemeinden. Anschließend wurden die Zettel mit den Wünschen und Bitten an das große Zukunftskreuz geheftet. Am Ende der Messfeier wurden sieben kleine, kostbare Exemplare des Zukunftskreuzes gesegnet. Sie fanden dann gemeinsam mit den Wünschen und Bitten den Weg in die Gemeinden.

Die Kollekte kommt den Erdbebenopfern in Nepal zugute – insgesamt 2180 Euro. „Ein großer Dank gilt dafür allen Spendern“, freute sich Dechant Kleineidam.