Zeitloser Klassiker, den man sich nicht entgehen lassen sollte

Ein bisschen American Dream, eine Portion Liebe und selbstverständlich auch ein wenig Drama – klingt vielleicht zuerst einmal nach 08/15-Roman, ist aber in diesem Fall ein echter Klassiker: 1925 wurde „The Great Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald erstmals veröffentlicht. Nur wenige waren jedoch von dem Roman begeistert – erst in den 40er-Jahren und nach Fitzgeralds Tod wurde er bekannter.

Zuletzt verfilmt wurde er vor kurzem und unter dem deutschen Titel „Der große Gatsby“ und mit Stars wie Leonardo DiCaprio und Carey Mulligan kam der Film 2013 auch in unsere Kinos. Bei der Oscarverleihung 2014 konnte der Film gleich zwei Auszeichnungen mit nach Hause nehmen – wenn auch nur für das beste Szenenbild und das beste Kostümdesign.

Wilde Parties

Erzählt wird die Geschichte von Nick Carraway, der ein Haus in der fiktiven Stadt West Egg auf der Insel Long Island bezieht und deren Nachbar niemand geringeres ist als Jay Gatsby – und letzterer ist auch die eigentlich Hauptperson der Geschichte. Dieser ist ein Mysterium: Er veranstaltet große Parties und ist dafür außerordentlich bekannt und doch weiß man nur wenig über ihn. Über seine Herkunft und seine Vergangenheit gibt es zahlreiche Gerüchte.

Gatsby selbst trauert aber seiner Vergangenheit nach: Bevor er als Soldat in den Ersten Weltkrieg zog, verliebte er sich in Daisy, die jedoch einen Ex-Footballspieler namens Tom heiratete, bevor Gatsby zurückkehrte, und nicht ganz zufällig die Cousine zweiten Grades von Nick ist. Mit dessen Hilfe trifft Gatsby Jahre später wieder auf seine Jugendliebe – aber auch auf deren störrischen Ehemann.

Die Geschichte spielt noch vor der Weltwirtschaftskrise 1929 und damit in den Jahren, die in den USA oft als Roaring Twenties bezeichnet werden. Sowohl Rassismus als auch der soziale Status eines Einzelnen spielen hier eine große Rolle – gleichzeitig ahnt aber noch niemand, dass die in wenigen Jahren folgende Krise das Leben im Luxus beenden könnte. Stattdessen erzählt die Geschichte von Charakteren, die Reichtum entweder schon erlangt haben oder davon träumen.

Was den Film so besonders macht, sind die riesigen Bilder: Bunte Kleider, riesige Schlösser und wilde Parties füllen den ersten Teil des Films – alles ist bunt und aufwendig. Aufwendig ist eben auch die Fassade, hinter der sich Gatsby versteckt und was dahinter steckt, kommt nur langsam zum Vorschein.

Roman und Film können überzeugen – wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise. Übrigens: Wer Lust hat, den Roman im Original zu lesen, dem kann ich das nur empfehlen. Der Roman mag zwar etwas älter sein, ist aber in gut verständlichem Englisch geschrieben!