WP-Chefredakteur über den Umbruch in der Zeitungs-Landschaft
01.03.2009 | 17:30 Uhr 2009-03-01T17:30:00+0100Der Chefredakteur der Westfalenpost, Bodo Zapp, informierte die Gäste des Unternehmer-Frühstücks in der Sparkassen-Filiale Bigge unter anderem über den Wandel in der Zeitungs-Landschaft.
Bigge. Vor dem Hintergrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise stand gestern Mittag das 2. Unternehmer-Frühstück der Sparkasse Hochsauerland in der Filiale Bigge. „Wohin geht die Reise?” stellte Filialleiter Frank Muffert vor rund 70 Gästen in den Raum. Eine konkrete Antwort für eine Branche und eine Region gab WP-Chefredakteur Bodo Zapp in seinem Vortrag „Zeitungen im Umbruch: Wie Printmedien auf geänderte Marktbedingungen reagieren - auch in Südwestfalen”. Weltweit wirkt sich die Nutzung des Internets negativ auf die Printmedien aus, sowohl bei der Auflage als auch bei den Anzeigen. Wesentlichen Anzeigenmärkten - Immobilien, Stellen oder Kraftfahrzeuge - bietet das Web konkurrenzlose Vorteile. Das Mitte der 70-er Jahre entstandene Zeitungsmodell der damals zusammengeführten WAZ-Mediengruppe - redaktionelle Unabhängigkeit mehrerer Zeitungstitel an einem Standort bei gemeinsamen Strukturen im Anzeigen- und Vertriebsbereich - läuft aus. Dieses Modell, so Zapp, sei „nicht mehr haltbar”. Demnächst gibt es im WAZ-Gebiet an jedem Standort nur noch eine Redaktion. Der jeweils kleinere der bisher beiden vertretenen Titel zieht sich zurück. So erhält ab heute die Westfälischen Rundschau im Altkreis Meschede den Lokalteil der Westfalenpost. Die WP wolle sich, so Zapp weiter, als Heimatzeitung positionieren und die regionale Berichterstattung noch intensivieren. Mit der Umstrukturierung innerhalb der WAZ-Gruppe verbunden sei der Abbau von rund 300 von etwa 900 Arbeitsplätzen im Redaktionsbereich. Zurzeit laufen die Gespräche über Abfindungen, Vorruhestand und Teilzeitbeschäftigung.
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