„Wir streben ein Optimal-Szenario an“

In einigen Winterberger Höhendörfern sowie im Skiliftkarussell Winterberg existieren bereits gut funktionierende Freifunknetze. Nun soll auch in der Innenstadt ein kostenloser Internetzugang Standard werden.
In einigen Winterberger Höhendörfern sowie im Skiliftkarussell Winterberg existieren bereits gut funktionierende Freifunknetze. Nun soll auch in der Innenstadt ein kostenloser Internetzugang Standard werden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Freifunk-Netz soll in der Winterberger Innenstadt möglichst rasch ausgebaut werden. Im Gespräch mit der WP ist Tourismus-Chef Michael Beckmann optimistisch, dass dies gelingt.

Winterberg..  Sensibilisieren für das Thema Freifunk, also kostenloses Internet, sollte unlängst eine Informations-Veranstaltung der Tourist-Information Winterberg. Konkret ging es um den Aufbau eines Freifunk-Netzes im Bereich Untere Pforte, Am Waltenberg und Hauptstraße. Im Gespräch mit der Westfalenpost sieht Tourismus-Chef Michael Beckmann gute Chancen, den Gästen und Einheimischen dort einen kostenlosen und leistungsfähigen Internet-Zugang bieten zu können.

Freifunk ist zurzeit in aller Munde. Warum ist das Thema für Winterberg so enorm wichtig?

Michael Beckmann: Nicht nur aus touristischer Sicht ist ein kostenloser Internet-Zugang über Freifunk, also ohne das Eintippen eines Kennwortes, mittlerweile von großer Bedeutung. Gerade in Innenstadtbereichen mit Gastronomie, Hotels und Einzelhandel erwarten die Gäste einfach so ein Angebot. Diesen Service müssen wir bieten, sonst haben wir einen Wettbewerbs-Nachteil.

Zudem bedeutet Freifunk heute auch eine Steigerung der Lebensqualität für die Einwohner.

Wie sieht das Angebot zurzeit rund um den Marktplatz aus?

Wir verfügen bisher ein kleines Netzwerk mit 14 Routern. Dies wollen wir jetzt möglichst schnell ausbauen.

Konnte die jüngste Info-Veranstaltung dazu einen Beitrag leisten?

Auf jeden Fall. Rund 25 Teilnehmer waren da und alle haben signalisiert, mitmachen zu wollen. Nun geht es darum, konkret in die Akquise zu gehen.

Wie kann sich der Laie den Aufbau eines Freifunk-Netzes vorstellen?

Das Prinzip ist relativ einfach. Beim Freifunk investieren zum Beispiel Anwohner, Hoteliers, Gastronomie-Betreiber jeweils in einen so genannten Router. Diese Router sind untereinander vernetzt und offerieren so den Zugang zum Internet. Je mehr Router vernetzt sind, desto größer wird die Reichweite. Das Risiko eines Missbrauchs tragen die Besitzer der Router dabei nicht.

Gibt es konkrete Ergebnisse aus der Info-Veranstaltung?

Ja, wir streben natürlich ein so genanntes Optimal-Szenario an. Heißt, mit möglichst vielen Mitstreitern ein so leistungsstarkes Netzwerk aufzubauen, dass wir damit die Untere Pforte sowie die komplette Hauptstraße und den Waltenberg bis zum Hotel Brabander erreichen. Bei diesem Szenario gehen wir von 100 Teilnehmern aus. Schaffen wir das nicht, dann setzen wir ein Minimal-Szenario um, bei dem dann die Reichweite entsprechend kleiner ist.

Welche Kosten kommen auf die zu, die mitmachen möchten?

Wir rechnen mit einmaligen Kosten von maximal 50 Euro pro Router.

Mit Michael Beckmann sprach Ralf Hermann.