Winterberg hofft weiter auf gute Athletenbetreuung

Blick auf die Bobbahn Winterberg: Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass in Sachen Olympiastützpunkt in Winterberg nichts ändert.
Blick auf die Bobbahn Winterberg: Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass in Sachen Olympiastützpunkt in Winterberg nichts ändert.
Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
  • Gerangel um Zusammenführung oder Schließung der Olympiastützpunkte in NRW nicht neu
  • Verantwortliche fordern: Zentrale Athleten-Betreuung muss zwingend so bleiben wie jetzt
  • Zusammenarbeit mit Dortmund klappt hervorragend

Winterberg..  Das Gerangel um die Zusammenführung oder Schließung der Olympiastützpunkte (OSP) in NRW kommt Sven Kästner irgendwie bekannt vor. „Bereits vor einem Jahr hatten wir das Thema drauf. Damals kamen die Aussagen allerdings nicht vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), sondern vom Sportministerium“, so der Geschäftsführer des Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverbandes (NWBSV) und Stützpunktleiter für den Bereich Kufensport in Winterberg. Im Mittelpunkt standen damals schon die Bestrebungen, die drei OSP in Dortmund, Essen und Köln unter einer Trägerschaft zusammenzuführen.

Zu Dortmund, das bundesweit drittgrößter OSP ist und damals in einem Bericht des Ministeriums komplett infrage gestellt wurde, gehört als Außenstützpunkt auch Winterberg.

„Mit uns hat niemand gesprochen“

An der Aussage vor zwölf Monaten habe sich nichts geändert, betont Kästner. „Die zentrale Athleten-Betreuung muss zwingend so bleiben wie jetzt. Das hat in Winterberg sehr gut funktioniert und sollte durch Strukturänderungen nicht schlechter gemacht werden.“ Allerdings wisse man zu wenig, was von Seiten des DOSB tatsächlich geplant sei, räumt der Geschäftsführer, der das Amt seit 2011 bekleidet, ein. „Mit uns hat niemand gesprochen.“ In den meisten anderen Bundesländern, berichtet Kästner, gäbe es nur einen Olympiastützpunkt mit teilweise mehreren Außenstellen. Sollte diese Variante auch in NRW umgesetzt werden, hoffe man, dass zumindest in der Außenstelle Winterberg alles beim Alten bleibe.

Das sieht Thomas Grellmann, seit 2012 Außenstellenleiter des heimischen Olympiastützpunktes sowie Leiter des Bundesstützpunktes Ski Winterberg/Willingen, genauso. „Nachdem die Diskussionen scheinbar abgeebbt waren, sind sie jetzt wieder in der Öffentlichkeit. Leider wissen wir auch kaum mehr, als dass die Olympiastützpunkte von 19 auf 13 reduziert werden sollen. Für uns ist wichtig, dass die gute Versorgung weiter bestehen bleibt.“ Die Zusammenarbeit mit Dortmund klappe hervorragend. Probleme ließen sich immer schnell vor Ort lösen. Gäbe es diese Strukturen nicht, müsse ständig erst jemand ins Ruhrgebiet fahren, um dort bestimmte Dinge zu klären.

Gute Zusammenarbeit mit Dortmund

Auch in Sachen Bundesstützpunkte seien Reduzierungen im Gespräch, so Grellmann weiter. In einem Entwurfspapier sei von einem Abspecken um 20 Prozent die Rede. Doch welche Standorte oder Sportarten davon betroffen sein könnten, sei nicht bekannt.

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